Zusammenfassung der OTA´s 2026

written by Andre Vilshöver
6 · 22 · 26

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Die Steelers waren eines der ersten Teams, die nach dem Draft in das Offseason Programm starteten und eines der wenigen Teams aus dem ersten Schwung, welches die OTAs (Organized Team Activities) nicht vorzeitig beendete.
Vom 18.05.2026 – 12.06.2026 gab es mehr Trainingseinheiten als in den Jahren zuvor in Pittsburgh und eine komplette “Rookie Week” im Rahmen der Phase-3-Aktivitäten.
Natürlich durfte der traditionelle Ausflug nach Kennywood auch in diesem Jahr nicht fehlen.

Wir selbst waren nicht vor Ort bei den OTAs, haben aber alle Informationen des Teams und der seriösen Quellen rund um die Pittsburgh Steelers zusammengetragen, um diese mit Euch zu teilen.

Personelles:

Auch dieses Jahr wurde die Offseason wieder von Quarterback Aaron Rodgers dominiert. Und am Wochenende vor dem Start der OTAs einigte er sich mit den Steelers auf ein neues Papier für ein Jahr und wird so auch 2026 der Mann Under Center sein.

Zahltag gab es daneben im Rahmen der OTAs gleich für drei weitere Spieler!
Kicker Chris Boswell, Tight End Darnell Washington und Outside Linebacker Nick Herbig unterschrieben alle neue Verträge über vier Jahre und werden bis einschließlich 2030 bei den Steelers unter Vertrag stehen.

In diesem Jahr gab es bisher keine Berichte über einen Hold-Out bzw. Hold-In und das ist, wie bereits im Bericht zu den Verträgen von Washington und Herbig beschrieben, Joey Porter Jr. zu verdanken.Wir werden sehen ob er im Verlauf des Sommers so ruhig bleiben wird, wenn er sich bis Latrobe nicht mit dem Team einig wird.

Beobachtungen:

Generelle Beobachtungen:

Man konnte etliche Unterschiede zwischen den OTAs der letzten Jahren und den diesjährigen OTAs in Pittsburgh feststellen. Mike McCarthy leitete einen radikalen Strukturwandel ein, der auf maximale Effizienz und straffe Organisation setzt. Um die Trainingszeit optimal zu nutzen, strich McCarthy unproduktive Ruhephasen, entfernte die Spielerbänke. Er hält die Trainer der Steelers beim Training bis nach den Dehnübungen vom Feld fern. Laut dem aktuellen CBA beginnt die offizielle Trainingszeit nämlich erst, sobald die Coaches dieses betreten. Durch diesen Kniff startet die Uhr später, und Pittsburgh kann die gesamte zugewiesene Zeit voll für die eigentlichen Spielübungen und die Installation seiner West Coast Offense nutzen.

McCarthy intensivierte das Programm durch zusätzliche OTA-Einheiten sowie eine „Rookie School“ für den Nachwuchs.
Durch die als sehr gut beurteilten OTAs wurden die grundlegenden Systeme bereits im Frühjahr erfolgreich etabliert und McCarthy verschob den Start des Trainingslagers auf den 28. Juli 2026. Dieser spätere Beginn verkürzt zwar die öffentlichen Trainingseinheiten, gewährt den erfahrenen Veteranen jedoch eine wertvolle, längere Regenerationsphase vor den physischen Belastungen der kommenden Spielzeit.

Quarterback:

Mason Rudolph, der letztes Jahr noch als Zugpferd in den OTAs glänzte, wirkte dieses Jahr oft unkonzentriert und hintenan. Am Ende des Tages konnte man ihm auch kaum einen Vorwurf machen, setzte das Team ihm Rodgers erneut vor die Nase und bekannte sich öffentlich zu Will Howard und Drew Allar auf den Backup Positionen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Rudolph entlassen wird oder man einen Trade-Partner findet.
Will Howard machte eine wesentlich bessere Figur als 2025 und scheint der klare Favorit auf QB2 zu sein. Eine gute Entwicklung in der kurzen Zeit machte Drew Allar, der im Rahmen der OTAs durch die QB-School von McCarthy und Arth ging. Seine Leistungen zwischen den ersten Einheiten und der Rookie Week zeigten einen signifikanten Anstieg.

Offensive Line:

Coach Pat Meyer und Veteran Isaac Seumalo sind nicht mehr da. Broderick Jones ist weiterhin verletzt, also heißt es dieses Jahr in Pittsburg erneut: Neues Jahr, neue Line!
Dazu hat man sich mit dem erfahrenen Offensive Line Coach James Campen und dem ehemaligen All-Pro Jahri Evans zwei Top Coaches geholt, um in diesem Jahr das Fundament für die nächsten Saisons zu gießen, auf dem die Offensive operieren kann.
Mit Center Zach Frazier hat man auch den perfekten Anker um den herum man eine Line für die nächsten Jahre aufbauen kann.

Bis auf Frazier auf Center steht in der Line aber noch nichts fest. So wurden auf allen vier Positionen um ihn andere Spieler ausprobiert und man schreckte nicht vor Überraschungen zurück.
So deutete sich in verschiedenen Einheiten an, dass das RT- und RG-Duo, bestehend aus Troy Fautanu und Mason McCormick, das neue LT- und LG Duo werden könnte.

Auf der rechten Seite duellieren sich Spencer Anderson, Brock Hoffman und Gennings Dunker um den Posten des Right Guard und Dylan Cook und Rookie First Round Pick Max Iheanachor um den Job als Starting RT.

Wir werden auch wie in den letzten Jahren ein genaues Auge auf die Entwicklung dieser jungen Line haben.

Wide Receiver:

Der Steelers Wide Receiver Room strotzt vor Selbstvertrauen und hat in Metcalf und Pittman zwei klare Starter im Kader, um welche sich die jungen Wilden orientieren können. Herausgestochen haben hier besonders Rookie Germie Bernard und Roman Wilson, der nach zwei enttäuschenden Jahren in Pittsburgh auf seinen Durchbruch in 2026 hofft.
Abgeschlagen hingegen wirkte Special Team Ass Kaden Wetjen in der Offensive, was untermauerte, dass er im Sommer um jeden Snap in der Offensive kämpfen muss.

Defense:

Großes Augenmerk lag während der OTAs natürlich auf der Defensive.
Patrick Grahams neue Defense bricht mit alten Stigmata und der Coach bringt frischen Wind und vor allem eine Menge Flexibilität aufs Feld.

Grahams Motto beruht auf maximaler Unberechenbarkeit: Die Edge Rusher – allen voran T.J. Watt, der selbst zugibt, dass seine bisherige feste Rolle links auch ein Stück weit an seiner eigenen Sturheit lag – rotieren jetzt gemeinsam mit Alex Highsmith und Nick Herbig flexibel über die gesamte Front, um der gegnerischen Offensive Line kräftig Kopfschmerzen zu bereiten

Auch im Backfield wird Flexibilität groß geschrieben, was sich besonders an Routinier Jalen Ramsey zeigt. Er wird als echte Allzweckwaffe getestet und wechselt flexibel zwischen Outside-Cornerback, Slot und Safety. Graham bezeichnete ihn als Money bzw. Star Defender. Eine Rolle, die Charles Woodson bei den Raiders unter Graham bereits erfolgreich gespielt hat.
Trotz all dieser taktischen Neuerungen bleibt das Herzstück der Defense die aggressive Jagd nach Ballverlusten, die Assistant Head Coach Joe Whitt Jr. fordert. Dazu werden auch weiterhin bewährte Turnover-Drills aus der Tomlin-Ära nahtlos weitergeführt.

Weitere Fahrplan:

Der nächste Termin in der Offseason ist der Einzug ins Saint Vincent College in Latrobe. Dort werden die Steelers am 27.07.2026 ihre Zelte aufschlagen und sich in 14 Trainingseinheiten intensiv auf die neue Saison vorbereiten.

Wir halten Euch hier auf dem Laufenden!

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