
- Name: Kaden Derek Wetjen
- Position: Wide Receiver / Returner
- College:
- Iowa Western Community College (2020-2021)
- Iowa (2022-2025)
- Class: Graduate Student
- Größe: 5 ft 9 in (1,75 m)
- Gewicht: 193 lb (88 kg)
- Alter: 24 (09.03.2002)
- Geburtsort: Williamsburg, Iowa
Der einzige Viertrundenpick aus Pittsburgh kam für viele überraschend. Kaden Wetjen aus Iowa wurde auf der Bühne als Wide Receiver vorgestellt und die Steelers hatten diese Position ja erst zwei Runden zuvor mit Germie Bernard bedient. Mit Wetjen bekommt das Team allerdings keinen klassischen Passempfänger, sondern eine vielseitige Schachfigur für ihre Offense und den erfolgreichsten Punt Returner der vergangenen College Saison.
Wetjen wurde in der Nähe von Iowa City, der Spielstätte der Hawkeyes, als einer von drei Brüdern geboren und verbrachte seine gesamte Football Karriere im Staat Iowa. Er ist bekannt für seinen Einsatz und seine positiv verrückte Art.
Bisheriger Werdegang:
Wetjen war an der Williamsburg High School in Iowa als Leichtathlet tätig und spielte erfolgreich Football als Running Back, Receiver und im defensiven Backfield. Er wurde jede Saison mit “all-state and all-conference honors” ausgezeichnet. In seinem Senior Jahr als Running Back, in seinem Junior Jahr als Receiver und als Sophomore als Defensive Back. Bis zu seinem Abschluss spielte er aber parallel auf allen Positionen. In drei Jahren kam er so auf 1.294 Rush- und 1.219 Receiving Yards, sowie 41 Touchdowns und 15 Interceptions. Als Returner erzielte er 1.247 Yards und 4 Touchdowns.
Iowa Western Community College (2020-2021)
Mit seinem Profil als vielseitiger Athlet reichte es nach der High School allerdings nicht für ein Angebot von einem der großen Footballprogramme und so ging es für ihn zunächst ans Community College. In der Offense der Reivers wurde er primär als Receiver eingesetzt und produzierte in seinen zwei Jahren 217 All Purpose Yards, sowie drei Touchdowns. Vor allem durch seine Qualitäten in den Special Teams konnte er hier aber auf sich aufmerksam machen. Als Punt Returner kam er auf 875 Yards und vier Touchdowns.
Iowa (2022-2025)
Im Anschluss an seine erfolgreiche zweite Saison erhielt er mehrere Angebote kleinerer Colleges, entschied sich aber für den Weg über das Transfer Portal und kam als Walk-On zu den Hawkeyes. Diese zogen ihm für sein erstes Jahr das rote Leibchen über und er sah keine Action auf dem Feld. Ab 2023 wurde er als Kick- und Punt Returner, ab 2024 auch als Receiver und im Backfield eingesetzt. Für die Hawkeyes war er eine wichtiger Spieler in deren Offense und wurde spätestens seit seinem Senior Jahr dort eingesetzt, wo gerade jemand benötigt wurde. Mit seinen unglaublichen 26,8 Yards Pro Punt Return und den dabei erspielten drei Touchdowns stand er nach der vergangenen Saison an der Spitze der FBS. Dafür gab es im Anschluss den Rodgers-Dwight Return Specialist of the Year Award, sowie Ehrungen als First-Team All Big Ten und Consensus First-Team All-American.
Stärken und Schwächen:
Stärken:
- Speed. Er hat einen guten Antritt und eine noch bessere Endgeschwindigkeit bei Returns und macht so nach dem Catch viel Boden gut.
- Vielseitigkeit. Es wird schwer, für ihn keinen Platz in der Offense zu finden. Er spielte alle WR Positionen, bei Jet Sweeps oder Outside Runs und Screens aus dem Backfield.
- Guter Route Runner. Er nutzt seine Beschleunigung für harte Cuts und schnelle Geschwindigkeitswechsel, um Separation zu schaffen.
- Gut in Traffic. Seine Spezialität ist das Spiel zwischen den Gegnern, ob als Receiver bei kurzen Routen über die Mitte oder als Returner in den Special Teams.
- Kontaktbalance. Viele Solo-Tackle gehen bei ihm zunächst ins Leere, sodass er weiter Yards gutmachen kann. Vor allem bei seinen Returns kann er dies vorteilhaft ausspielen.
Schwächen:
- Jack of all trades…Master of none. Abseits der Returner Rolle wird es auf jeder Position mindestens einen Spezialisten geben, der für die jeweilige Aufgabe besser geeignet ist.
- Klein. Mit nur 5’9” wird er in der NFL von den meisten Cornerbacks rein körperlich geschlagen werden. Das beschränkt sein Einsatzgebiet auf Positionen abseits der Boundaries.
- Physis. Wetjen ist kein guter Receiver gegen Press Coverage und wird es auch nie werden. Er benötigt Raum beim Release, um vernünftig von der Line wegzukommen.
- Kurze Arme. Die zu seiner Größe passenden Arme und Hände beschränken seinen Fangradius enorm und erfordern ein präzises Spiel von seinem Quarterback.
- Risikofreude. Seine Tendenz, Returns nach außen zu ziehen, statt die sicheren Yards durch die Mitte zu nehmen, hat am College funktioniert, wird in der NFL aber eher für negative Resultate sorgen.
Fazit:
Die Steelers entschieden sich überraschend früh, in die eigenen Special Teams zu investieren. Den Viertrundenpick für eine limitierte Spezialistenrolle auszugeben, statt die – zu dem Zeitpunkt noch offenen – Lücken im Kader weiter zu stopfen, kam lange nicht bei allen Experten gut an. In der Offense wird er abseits von ein paar Gadget Spielzügen oder als Ersatzmann bei Verletzungen nicht viel Einsatzzeit bekommen. Als Returner hängen die Erwartungen dafür sehr hoch. Wird das Blocking in den Special Teams weiter auf dem Niveau der letzten paar Jahre sein, liegt der Erfolg allerdings nicht in seinen Händen. Das Potential ist mit ihm unglaublich hoch, hoffen wir, dass das Team sich auch entsprechend um die Grundlagen kümmern wird.




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