Review Week 15 vs Miami

written by Oliver Niesmann
12 · 16 · 25

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Steelers bleiben in der Spur!

Im Monday Night Game empfingen die Pittsburgh Steelers in ihren Color Rush Jerseys zum Abschluß des 15ten NFL Spieltags die Miami Dolphins im Acrisure Stadium. Trotz Schneefalls im Westen Pennsylvanias, war der Platz – der sich in dieser Woche mit goldenen Endzonen präsentierte – frei und in einem für Pittsburgh Verhältnisse guten Zustand.

Miami gewann den Coin Toss und wollte zu Beginn den Ball haben, doch nach einem 20 Yard Pass im ersten Play gelang ihnen kein neues First Down und sie mussten punten. Auch die Steelers wollten noch nicht loslegen und gingen nach drei Versuchen ebenfalls wieder zügig vom Feld. Nun sollte das Spiel an Fahrt aufnehmen. Nach zwei guten Läufen durch De’Von Achane und einem Pass auf Waddle wollte Tua zu viel. Er versuchte erneut, tief auf Waddle zu werfen, doch der Ball war ein wenig zu kurz. Die Zeit, die Waddle brauchte, um auf den Wurf zu reagieren, nutzte Asante Samuel, um aus der Flat nach hinten zu droppen und sorgte in seinem ersten Start für die Steelers direkt für einen Turnover.
Er fischte den Ball aus der Luft und Pittsburgh war zurück im Ballbesitz.
Die Offense konnte anders als gegen die Ravens in der letzten Woche kein Kapital schlagen und musste trotz zwei erfolgreich ausgespielter vierter Versuche punten. Aber ab diesem Play wirkte die Steelers Defense deutlich druckvoller und die Miami Offense auf der anderen Seite sichtlich verunsichert.
Die beiden Teams tauschten noch zwei Punts aus, ehe Miami per Field Goal die ersten Punkte auf das Scoreboard brachte und auf 3:0 stellte.

Nun sollte der Knoten in der Offensive der Steelers endlich platzen, vor allem das Laufspiel kam endlich durch (gut, dass man es immer weiter versucht, auch wenn es nicht auf Anhieb klappt). Pittsburgh marschierte das Feld hinunter und spielte auch noch gleichzeitig sehr stark die Uhr herunter, sodass nach Connor Heywards Tush-Push-Touchdown nur noch 17 Sekunden auf der Uhr standen. Dieser Drive war mal ein Beispiel dafür, dass Pittsburgh und Mike Tomlin in der Lage sind, vernünftiges Clock Management zu betreiben. Gerne mehr davon.

Wer aufgepasst hat, weiß das Pittsburgh in Halbzeit zwei den Ball bekommt und es sollte genauso stark weitergehen. Pittsburgh marschierte das Feld herunter und war weder auf dem Boden noch durch die Luft aufzuhalten. Egal was sie auspackten es funktionierte. Am Ende sogar ein 19 Yard Touchdown Pass auf Marquez Valdes-Scantling, bei dem DK Metcalf ungefähr 25 Verteidiger der Dolphins auf sich zog und somit MVS sein one-on-one gewinnen konnte.
Nach einem weiteren 3&Out der Dolphins wollte Pittsburgh noch mehr und marschierte erneut das Feld herunter. Besonders Kenneth Gainwell, der den meisten Workload seines nicht zu 100% fitten Kollegen Jaylen Warren übernahm, spielte sich in einen richtigen Rausch. Den abschließenden 28 Yard Touchdown Pass auf DK Metcalf warf Rodgers erst durch ein Schlüsselloch, ehe DK mit einem Stiff-Arm gegen Ex-Steeler Minkah Fitzpatrick sich in die Endzone arbeitete.
Miami wurde wieder nach drei Versuchen vom Feld geschickt und die Steelers hatten noch nicht genug. Im nächsten Drive durften die Steelers Tight Ends auch im Passing Game glänzen. Erst bediente Rodgers Freiermuth zweimal stark über die Mitte und dann war es ausgerechnet der in den letzten Wochen viel kritisierte Jonnu Smith, der den Ballin bester Running Back Marnier aus 18 Yards in die Endzone lief.
Dieses Dritte Quarter machte schon echt Spaß zuzuschauen. Warum kann es so nicht immer laufen, werden sich wohl viele Steelers Fans gefragt haben..

Zumindest stand es nun 28:3 und Pittsburgh griff zurück auf ihre wohl bekannte “Prevent Defense”. Man möchte so dem Gegner Raum geben für kurze Plays, um die Uhr möglichst schnell runter zu spielen. Eine Taktik, die durchaus funktionieren kann und gleichzeitig Körner spart. Trotzdem holt man so den Gegner ins Spiel und riskiert, dass er vielleicht auch nochmal etwas Unmögliches schafft. Miami zumindest schaffte es so noch zu 12 Punkten, weil Tua zweimal Darren Waller fand, aber beide Male war die Two-Point-Conversion nicht erfolgreich.
Connor Heyward verhinderte, dass es nicht noch spannender wurde, als er den Onside-Kick sicherte, der unter dem Körper von Adam Thielen durchrollte.
Somit war das Spiel beendet und die Steelers bzw. Mike Tomlin sollte/n Recht behalten mit ihrer / seiner Entscheidung. So ganz ohne Risiko war dies aber natürlich nicht.

Am Ende ist es, wenn man auf die ersten drei Quarter schaut, vielleicht ein zu enger Sieg der Steelers. Das Spiel war zumindest deutlicher als das Ergebnis es am Ende zeigte.
Ein souveräner Sieg für Pittsburgh und somit kann man nun alles daran setzen, die Division zu gewinnen. Ein Sieg in Detroit am nächsten Sonntag wäre da Gold wert.

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