Der Zerfall der Pittsburgh Steelers
Moin Zusammen
Auch wenn es schwer fällt, möchte ich noch einmal auf das Spiel der Pittsburgh Steelers gegen die Buffalo Bills schauen. Nach der Niederlage der Ravens gegen die Bengals hatten die Steelers die Chance, wieder eine kleine Führung an der Spitze der Division aufzubauen. Am Sonntag um 22:25 Uhr deutscher Zeit trafen die Pittsburgh Steelers zuhause auf die Buffalo Bills. Wie üblich im Dezember, war dies ein sehr wichtiges Spiel mit direkter Auswirkung auf das Playoff Rennen und Pittsburgh musste unbedingt gewinnen. Also lasst uns mal Chronologisch auf das Spiel schauen.
Im ersten Drive des Spiels kamen die Bills gut ins Game. Die ersten Läufe sahen sehr gut aus und Pittsburgh hatte Probleme damit, James Cook zu stoppen. Doch nach einem False Start der Bills war Buffalo in einer 3&9 Situation. Josh Allen warf den Ball etwas in den Rücken seines Receivers, wo Brandin Echols stand und den Ball abfing. Das erste Defense Big Play der Steelers.
Die Steelers bekamen den Ball an der eigenen 35 Yard Linie. Hier machte sich dann aber schon das erste Problem des Abends bemerkbar. Pittsburgh schaffte es einfach nicht, den Ball kontinuierlich zu bewegen. Nach gerade einmal zwölf Yards Raumgewinn musste man den Ball schon wieder punten.
Buffalo, im Gegenzug, kam aber auch noch nicht wirklich ins Rollen. Auch sie mussten nach 35 Yards Raumgewinn den Ballbesitz wieder abgeben. Es folgten drei schnelle Punts, ehe Buffalo im Ballbesitz das nächste Defensive Big Play zuließ. James Cook lief den Ball über die Linke Seite, wurde aber fünf Yards hinter der Line of Scrimmage von Nick Herbig gestoppt. Bei dem Play ließ Cook den Ball fallen und Patrick Queen konnte ihn sichern. Zweites Big Play der Defense und Pittsburgh Ball. Startend an der 39 Yard Linie konnte man den Ball endlich einigermaßen bewegen und bei einer 3&1 Situation an der Bills 1-Yard-Linie, war es Jaylen Warren, der den Ball für sieben in die Endzone trug. 7:0 für Pittsburgh
Im anschließenden Drive der Bills kam wieder die schwache Laufverteidigung der Steelers zum Tragen. Cook war einfach nicht zu stoppen und die Bills kamen einigermaßen einfach bis in die Redzone. Hier war aber Schluss und sie mussten sich mit 3 Punkten begnügen.
Halbzeitstand war also 7:3 für Pittsburgh.
Die Steelers bekamen zuerst den Ball und im ersten Play wollte Rodgers zu viel, stand zu lange in der Pocket und wurde schlussendlich von Joey Bosa gesacked. Dabei verletzte er sich nicht nur, sondern verlor auch den Ball, den der Buffalo Spieler Christian Benford zurück in die Endzone für einen Defensiven Touchdown trug.
Aaron Rodgers hatte der Sack ordentlich mitgenommen. Er fiel auf die schon angeschlagene rechte Hand und brach sich wahrscheinlich auch noch die Nase. Zumindest musste diese untersucht werden und es strömte Blut.
Da Pittsburgh direkt wieder den Ball bekam, durfte Mason Rudolph aufs Feld. Doch das Unheil ging genauso weiter.
Nach zwei Läufen und einem First Down durch eine Strafe, versuchte Mason den Ball auf Darnell Washington zu werfen. Dieser stand aber in einer Dreifach-Deckung und der leicht überworfene Ball wurde abgefangen.
Buffalo bekam den Ball ungefähr an der Mittellinie wieder und brauchte nur ein paar Plays, um den diesen in die Endzone zu bringen. Ein Pass von Josh Allen fand Keon Colemann, der zuletzt aus disziplinarischen Gründen Inaktiv war, zum Touchdown.
16:7 für Buffalo, da der Extrapunkt verschossen wurde.
Jetzt war endgültig der Wurm drin. Rodgers kam zwar zurück, man erreichte aber wieder einmal kein First Down. Nach einem Punt legten die Bills einen starken Drive hin und erhöhten per Lauf durch Allen selbst auf 23:7. Die Laufverteidigung der Steelers war nicht mehr existent, nachdem sie schon mehr als 30 Minuten auf dem Feld stand.
Es wirkte langsam ein bisschen wie Garbage Time. Pittsburgh konnte durch ein paar schnelle Spielzüge den Ball in die Redzone bringen und vielleicht war das Spiel ja doch noch nicht verloren?
Nur für einen Momentumwechsel brauchten die Steelers einen Touchdown. Da Pittsburgh bei 4&2 an der gegnerischen Sieben Yard Linie aber kein neues First Down erreichen konnte, war auch dieser Hoffnungsschimmer schnell weg.
In der Folge nahm Buffalo fast 9 Minuten von der Uhr und baute den Abstand nochmal aus. Matt Prater kickte aus 27 Yards ein Field Goal zum Endstand von 26:7.
Ein ziemlich ernüchterndes Spiel für Pittsburgh, in dem man seine Grenzen ganz klar aufgezeigt bekommen hat. Trotz einiger Backups in der Buffalo O-Line konnte Pittsburgh den Lauf in keinster Weise stoppen und die nicht existierende Offense war auch keine Hilfe.
Es gab zum ersten Mal überhaupt “Fire Tomlin” Rufe im gesamten Stadion und es wurde bei Renegade gebuht. Die gesamte Franchise gleicht gerade einem Trümmerhaufen, dabei steht man immer noch im Gleichstand um den Division Titel. Leider darf bei solchen Leistungen wohl nicht mehr von Ausrutschern ausgegangen werden. Zumindest trifft Pittsburgh im nächsten Spiel direkt auf Baltimore und es dürfte eine kleine Vorentscheidung um die Divisionskrone geben.




0 Kommentare