Review 2025 Week 7 @ Bengals

written by Oliver Niesmann
10 · 17 · 25

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Der Thursday Night Fluch 

Nach einer bei den meisten kurzen und vor allem deprimierenden Nacht wollen wir noch einmal gemeinsam auf das Thursday Night Game der NFL schauen. Am Donnerstag Abend zur Prime Time mussten die Pittsburgh Steelers, nach einer kurzen Woche, zu den Bengals nach Cincinnati reisen. Beide Teams haben aktuell einen Quarterback jenseits der 40 Jahre und somit war die Überschrift schnell gesetzt: Joe Flacco gegen Aaron Rodgers. Dieses Matchup gab es seit 2009 drei Mal und Aaron Rodgers hatte bisher alle Duelle gewonnen. 

Aber kommen wir zum Spiel. Die Steelers legten direkt los wie die Feuerwehr, es dauerte nur 5 Min und 9 Sekunden bis Rodgers den ersten Tight End in der Endzone finden konnte. Jonnu Smith war es, der einen Pass für 10 Yards zum 7:0 fing. Man schickte die Bengals nach 6 Versuchen wieder vom Feld und startete den nächsten Drive vielversprechend mit einem Run durch Warren zum neuen First Down. Alles fühlte sich so an, als würde dieses Spiel schnell entschieden sein. Doch aus dem Nichts gab es wohl zwischen Warren und Rodgers ein Missverständnis, denn Warren warf einen Handoff zurück zu Rodgers, aber dieser war nicht auf einen “flee flicker” vorbereitet. Es folgte ein incomplete Pass und man musste den Ballbesitz wieder abgeben. In der Folge wirkte Rodgers ziemlich angefressen über dieses Play. 

Dennoch konnte die Steelers Defense, die Bengals weiter vom Scoreboard halten. 

Die Offense der Steelers kam für ihren dritten Drive auf den Platz und der Flow war zurück. Bei 2&1 an der Bengals 18 lief man mit Warren einfach zum Touchdown, doch war es Zach Frazier, der durch ein Holding das Play zurück holte. Dazu kam dann noch ein False Start beim TushPush und wieder mussten sich die Steelers mit weniger zufrieden geben, zumindest konnte Boswell aus 41 Yards auf ein 10:0 erhöhen. 
Im nächsten Drive der Bengals wirkte die Steelers Defense aber zunehmend überforderter und am Ende war es immer wieder Ja’Marr Chase, der neue First Downs und am Ende den Touchdown erzielte. 

Rodgers kam mit noch 4:38 Minuten auf der Uhr wieder aufs Feld und eigentlich war genug Zeit, um einen vernünftigen Drive aufzubauen. Die Steelers Offense aber versuchte es mit der Brechstange und so war es ein überworfener Pass auf Metcalf, der durch Safety Jordan Battle abgefangen wurde. Das Momentum fing an zu kippen, denn die Bengals konnten daraus Kapital schlagen und erzielten über Tee Higgins einen weiteren Touchdown zum 10:14. 

Pittsburgh wollte vor der Halbzeit noch einmal Punkten. Doch an der 44 Yard Linie der Bengals war es diemal Cornerback D.J. Turner II, der den Ball abfing, bzw. den Ball DK Metcalf aus den Armen zog. Die Bengals hatten endgültig das Momentum gekippt, sie liefen das Feld herunter und erzielten noch ein Field Goal zum 10:17 Halbzeitstand. 

Nach der Halbzeit bekamen die Bengals den Ball und konnten ohne große Probleme bis in die Redzone der Steelers kommen. Dort war aber Schluss und Cincinnati musste sich mit einem Field Goal genügen. 
Pittsburgh konnte zumindest offensiv wieder in den Flow kommen und am Ende war es Pat Freiermuth, der seinen ersten Touchdown der Saison zum 16:20 erzielte.

Hatte Pittsburgh vielleicht jetzt die Möglichkeit nochmal das Spiel zu kippen?

Die Defense wirkte nun aber endgültig neben der Spur, man fand gegen Chase und Co einfach keine Antworten mehr und fing sich folgerichtig den nächsten Touchdown zum 17:27. 
Offensiv zeigten die Steelers aber wenigstens was sie können und beim nächsten Drive war es dann der dritte Tight End mit Darnell Washington, der einen Touchdown fing. Die Bengals wiederum kamen nur zu einem Field Goal und beim Stand von 24:30 kam plötzlich wieder Hoffnung auf bei den Steelers Fans, dieses Spiel doch noch zu gewinnen. 

Mit 6:58 auf der Uhr mussten beide Teams einmal punten ehe Aaron Rodgers mit einem starken Wurf Pat Freiermuth erneut fand, dieser trug einen 68 Yard Pass bis in die Endzone. Doch haben die Steelers hier zu früh gepunktet? Freiermuth kann man hier keinen Vorwurf machen. Bei einem 6 Punkte Rückstand trägt man das Ding in die Endzone ohne Frage. 

Es stand also 31:30 für Pittsburgh mit noch über 2 min auf der Uhr. 

Die Bengals Offense waren mittlerweile aber so on fire und die Steelers Defense wiederum so verunsichert, das es Flacco nicht wirklich schwer fiel, den Ball bis an die 18 Yards Linie der Steelers zu bringen. Die Bengals ließen die Uhr runterlaufen und kickten entspannt das Field Goal zum 31:33 . 

Die Steelers hatten nur noch die Möglichkeit, in 7 Sekunden eine Hail Mary zu werfen, deren einzige Erkenntnis war, dass Rodgers auch mit über 40 noch Power im Arm hat. 

Pittsburgh musste sich geschlagen geben, doch was nehmen wir jetzt mit aus diesem Spiel?

  • Unsere Offense kann den Ball bewegen, doch ist immer noch Fehler anfällig. 
  • Unsere O-Line wirkte gerade im Laufspiel deutlich besser, nur darf man nicht vergessen, man hat hier gegen die Bengals ohne Trey Hendrickson gespielt. 
  • Unsere Defense hat einfach kein Mittel gegen Chase und Higgins gefunden
  • Flacco ist und bleibt unser Kryptonit.

Es ist das siebte Thursday Night Game in Folge, das die Steelers Auswärts verlieren. Auch Tomlin ist hier nicht außer Acht zu lassen. Ein so erfahrener Coach muss in der Lage sein, auch in einer kurzen Woche sein Team Defensiv besser vorzubereiten.

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