Art Rooney zur McCarthy Verpflichtung

written by Andre Vilshöver
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Am Samstag, den 24.01.2026 verpflichteten die Pittsburgh Steelers Mike McCarthy als nächsten Headcoach der Pittsburgh Steelers.
Nach der Verpflichtung, welche für die meisten Steelers Fans überraschend und bei den anderen verfügbaren Kandidaten als zumindest fragwürdig daherkam, setzte sich Steelers Owner Art Rooney II mit Steelers Reporter Bob Labriola zusammen, um über das Signing zu sprechen.

Nach einer intensiven Suche, die sowohl virtuelle Zoom-Gespräche, als auch persönliche Treffen mit Kandidaten wie Brian Flores und Anthony Weaver umfasste, entschied sich die Führungsebene gegen eine Ausweitung der Suche. Die Wahl fiel auf den 62-jährigen McCarthy – nicht primär wegen seiner Wurzeln in Pittsburgh, sondern aufgrund seiner nachgewiesenen Fähigkeit, Elite-Quarterbacks zu formen.

Rooney II:
Mike McCarthy hat eine bessere Erfolgsbilanz als viele der anderen Kandidaten, er war nachweislich  überall wo er war, erfolgreich. Und was für uns wahrscheinlich genauso wichtig ist: Die Quarterbacks, mit denen er gearbeitet hat, waren alle sehr erfolgreich. Er hat also bewiesen, dass er Spitzen-Quarterbacks entwickeln kann. Das sind die Punkte, die ihn vielleicht am meisten auszeichnen.

Seit dem Rücktritt von Ben Roethlisberger im Jahr 2021 gleicht die Quarterback-Position in Pittsburgh einer Drehtür. Weder junge Talente wie Kenny Pickett noch Veteranen wie Russell Wilson oder Aaron Rodgers konnten den ersehnten Playoff-Erfolg zurückbringen. Mit 174 Siegen und einem Super-Bowl-Ring im Gepäck soll McCarthy nun die Antwort auf das Vakuum unter dem Center finden. Besonders im Fokus: Die Entwicklung des jungen Will Howard, in dem McCarthy großes Potenzial sieht

Wurde Mike McCarthy aufgrund seiner Verbindung zu Aaron Rodgers verpflichtet?

Rooney II:
Wir haben uns für Mike entschieden, weil wir davon überzeugt sind, dass er zum jetzigen Zeitpunkt der richtige Coach ist, um uns zu einer Meisterschaft zu führen. Wir wissen aktuell nicht, wie Aarons Pläne aussehen, und das hat bei der Entscheidung keine große Rolle gespielt. Wir werden sehen, wo Aaron steht – wir haben die Tür offen gelassen, aber wir müssen uns alle zusammensetzen und prüfen, ob das Sinn ergibt. Das wird im Laufe des nächsten Monats passieren. Aber die Entscheidung fiel, weil Mike der Trainer ist, den wir wollen, und sie hatte sehr wenig damit zu tun, ob Aaron zurückkehrt oder nicht.

Damit stellt sich natürlich die Frage, ob Mike McCarthy aus diesem Grund verpflichtet wurde, einen neuen jungen Quarterback zu entwickeln?

Rooney II:
Ich zögere zu sagen, dass das die Nummer 1 Priorität ist – die Nummer 1 Priorität ist für uns ein Coach, der das Team zum Titel führt. Aber direkt danach kommt auf der Liste jemand, der einen Quarterback entwickeln kann. Da wir früher oder später hier mit einem jungen Quarterback arbeiten werden, ist Mikes Fähigkeit, den nächsten Quarterback aufzubauen, etwas, das für uns sicherlich von großer Bedeutung ist.

Wurde im Rahmen der Interviews über den aktuellen Kader gesprochen und wie bewertet McCarthy die aktuelle Quarterback Situation? 

Rooney II:
Mike gefällt Will Howard sehr gut; er glaubt, dass Will ein enormes Potenzial hat, und freut sich darauf, mit ihm zu arbeiten. Er ist auch davon überzeugt, dass Mason Rudolph ein wichtiger Bestandteil sein kann. Was Aaron betrifft, müssen wir uns wie gesagt zusammensetzen, falls er sich für eine Rückkehr entscheidet. Insgesamt fühlte sich Mike mit unserem Quarterback-Raum und den dortigen Möglichkeiten sehr wohl – insbesondere mit der Tatsache, dass wir einen jungen Quarterback im Kader haben, in dem er vielversprechendes Talent sieht.

Mike McCarthy passt nicht in das gewohnte Raster der Steelers – er ist kein junger Defensiv-Spezialist wie Noll, Cowher oder Tomlin. Warum haben Sie mit dieser Tradition gebrochen?

Rooney II:

Wissen Sie, dieses starre Muster wäre vielleicht gar nicht erst entstanden, wenn Joe Paterno damals das Angebot meines Vaters angenommen hätte, bevor wir uns Chuck Noll zugewandt haben. Aber all das ist jetzt hinfällig. Wir haben Mike ausgewählt, und es ist an der Zeit, an die Arbeit zu gehen. Als jemand, der aus Pittsburgh stammt, versteht er unsere Kultur, den Stellenwert von Football in dieser Stadt und die hohen Erwartungen, die mit den Steelers verbunden sind. Das ist für uns entscheidend.

Was steht für den neuen Head Coach als Nächstes auf der Agenda?

Rooney II:

Der dringendste Punkt ist die Zusammenstellung seines Trainerstabs. Mike ist bereits dabei, seine Mitarbeiter zu rekrutieren. Wir haben uns bereits intensiv über seine Wunschbesetzungen für Schlüsselpositionen wie den Offensive Coordinator, den Defensive Coordinator und den Offensive Line Coach unterhalten. Wir fühlen uns mit den Namen und der Richtung, die Mike hier einschlägt, sehr wohl. Das ist keine einfache Aufgabe, da einige der Leute, die er gerne verpflichten würde, noch bei anderen Teams unter Vertrag stehen und wir erst die Erlaubnis für Gespräche einholen müssen.

Die Stimmung unter den Steelers-Fans nach der Verpflichtung von Mike McCarthy ist größtenteils negativ und die sozialen Medien sind voll von Kritik. Beunruhigt Sie diese Reaktion der Steelers Nation?

Rooney II:
Wissen Sie, es ist uns wirklich nicht wichtig, die erste Pressekonferenz oder das Internet zu ‚gewinnen‘. Es geht uns darum, den Coach auszuwählen, von dem wir überzeugt sind, dass er uns hilft, Spiele zu gewinnen – und soziale Medien spielen bei dieser Entscheidung absolut keine Rolle. Man darf nicht vergessen: Es gab auch keine Konfetti-Paraden, als wir damals Chuck Noll, Bill Cowher oder Mike Tomlin eingestellt haben. All das Gerede wird keine Rolle mehr spielen, sobald wir auf dem Platz stehen.

Meine Botschaft an unsere Fans ist: Wir sind sehr optimistisch. Wir glauben, dass wir einen Coach haben, der bestens gerüstet ist, um uns in die nächste Erfolgsphase der Pittsburgh Steelers zu führen. Genau darum geht es am Ende des Tages. Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Fans Coach Mike McCarthy lieben werden.

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