2026 Free Agent #5: Jaquan Brisker

written by Andre Vilshöver
3 · 21 · 26

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Auch wenn die Steelers mit Darnell Savage die Safety Position bereits verstärkt haben, war es logisch, dass man erneut in die Position investieren würde.
Viele hatten mit einem Pick im Draft spekuliert und wiederum andere machten sich Hoffnungen, dass man einen Jungen aus Pittsburgh nach Hause holen würde. Und genau das machten die Steelers mit der Verpflichtung von Jaquan Brisker auch.
Sein Vertrag läuft über ein Jahr und hat einen Wert von 5.500.000 Dollar. Brisker wird 1,215 Millionen Base Salary verdienen und bekommt einen Signing Bonus von 4,285 Millionen Dollar.

Zur Person

Jaquan Monte Brisker wurde am 20. April 1999 in Pittsburgh, Pennsylvania, geboren. Er besuchte die Gateway High School in Monroeville.
Er wuchs mit sieben Geschwistern auf und sein bester Freund war sein älterer Bruder Tale, welcher 2015 bei einem Vorfall in Texas erschossen wurde. Jaquan nutzt die letzten Worte seines Bruders: “Mach einfach dein Ding im Football.” “Wenn es jemand in der Familie schafft, dann du.” als Antrieb für seine Karriere. Sein Großvater John Brisker spielte professionell Basketball für die Pittsburgh Pipers und die Seattle SuperSonics.

In der Community engagiert sich Brisker aktiv für Jugendliche. In seiner Zeit bei den Bears arbeitete er unter anderem mit der Gruppe “Breakthrough” zusammen und zudem war er das Gesicht der TREAT Foundation in Chicago, die sich für den gleichberechtigten Zugang zu medizinischer Rehabilitation für junge Sportler einsetzt. Zudem nimmt er regelmäßig an Krankenhausbesuchen und sozialen Programmen seines Teams teil.
In Pittsburgh organisierte er eine Aktion, um Spielzeuge für über 250 Kinder zu organisieren und zu verteilen.

Bisherige Karriere

Aufgrund seiner akademischen Leistungen musste er, obwohl er eine Zusage der University of Toledo vorliegen hatte, den Umweg über das Lackawanna College nehmen. Obwohl er sportlich als talentierter 3 Sterne Rekrut galt, reichten seine Noten nicht aus, um direkt für ein großes Division I Programm spielberechtigt zu sein.

Er musste daher diesen Weg gehen, um an seinen akademischen Defiziten und seinem Spiel zu arbeiten.

College:

2017 – 2018 – Lackawanna Falcons (Lackawanna College)

In seiner Zeit am Lackawanna College von 2017 bis 2018 überzeugte er durch seine Vielseitigkeit. Er erzielte in zwei Saisons insgesamt 9 Touchdowns. 2017 verzeichnete er 54 Tackles und 4 Interceptions und im Jahr 2018 steigerte er seine Leistungen auf 64 Tackles und 5 Interceptions. Er führte sein Team zu einer ungeschlagenen Saison und zum Sieg im El Toro Bowl.

Er erhielt Angebote von Programmen wie Alabama, Ole Miss und West Virginia. Er entschied sich schließlich für die Penn State University.

2019 – 2021 – Penn State Nittany Lions (Penn State University)

Brisker wurde nicht direkt zum Starter bei der PSU, war aber ein wichtiger Faktor in der Defensive. Er bestritt 13 Spiele für die Nittany Lions, dabei kam er auf 32 Tackles, erzielte zwei Interceptions und wehrte drei Pässe ab.

In der Covid Saison startete er in allen neun Spielen der verkürzten Saison. Er sammelte 57 Tackles, verbuchte eine Interception und führte das Team mit sechs Pass Breakups an. Die Experten wählten ihn in das Third-Team All-Big Ten.

Brisker wurde in seinem letzten College-Jahr zum Kapitän gewählt und startete alle zwölf Spiele. Dabei verzeichnete er 64 Tackles, fing zwei Interceptions und wehrte fünf Pässe ab. In diesem Jahr sollte er der Statistik seinen ersten halben Sack in der Division I hinzufügen.
Am Ende der Saison erhielt er die Auszeichnung als First-Team All-American und die Trainer wählten ihn in das First-Team All-Big Ten.

NFL:

2022 – 2025 Chicago Bears

Die Chicago Bears entschieden sich im NFL Draft 2022 an Position 48 Jaquan Brisker, der zweiten Runde. Im Camp gewann er das Battle gegen DeAndre Houston-Carson, um die vakante Rolle von Tashaun Gipson neben Eddie Jackson auszufüllen.
In seiner Rookie-Saison bestritt er 15 Spiele als Starter und verzeichnete 104 Tackles sowie 4 Sacks. Zusätzlich fing er eine Interception und erzwang einen Fumble. Zwei Spiele verpasste er in diesem Jahr aufgrund einer ersten Gehirnerschütterung.

In der Saison 2023 kam er erneut auf 15 Einsätze von Beginn an und sammelte 105 Tackles, verbuchte neun Pass Deflections und zwei erzwungene Fumbles. Im Spiel gegen die Detroit Lions stellte er mit 17 Tackles seinen Karriere Bestwert auf. Aber auch in dieser Spielzeit traten erneut gesundheitliche Probleme nach Kopftreffern auf, weswegen er erneut zwei Spiele verpasste.

Mit der nächsten Spielzeit sollte eine große Leidenszeit für ihn anfangen, denn in 2024 stand er nur in fünf Spielen auf dem Platz, bevor ihn eine erneute Gehirnerschütterung dazu zwang, den Rest der Saison auszusetzen – In dieser kurzen aktiven Zeit kam er auf 40 Tackles und eine Interception.

Es gab nach dieser dritten schweren Gehirnerschütterung Gerüchte, dass Brisker ein Karriereende nahegelegt wurde bzw. er über dieses nachdenke, aber im Juni 2025 betonte er in Interviews, dass er diese Option weder für sich selbst noch im Kreise seiner Familie in Betracht gezogen habe.
Er unterstrich dabei seine Entschlossenheit, seine Karriere fortzusetzen und seinen aggressiven Spielstil beizubehalten. Brisker begab sich in Untersuchungen bei Spezialisten und einem damit verbundenen neurologischen Training für sein Nervensystem, um Symptome wie Schwindel und Vertigo zu bekämpfen. Die behandelnden Ärzte hätten ihm bestätigt, dass sein Gehirn in einem guten Zustand sei, was seine Entscheidung zum Weitermachen bestärkte.

Das alles bestätigte er mit einem starken Jahr 2025. Er spielte in allen 19 Spielen der Chicago Bears und nahm 99,91 % der Snaps und führte damit das Team an.
Ihm gelangen 116 Tackle, zwei Sacks, acht Pass Deflections und eine Interception in einer Spielzeit, in der die Chicago Bears lange als eines der besten Teams der NFC galten.

Stärken und Schwächen:

Positiv:

  • vielseitiger Hybrid Spieler (ob Safety oder in der Box)
  • sicherer Tackler und aggressiv gegen den Lauf
  • überzeugt in der Coverage von Tight Ends

Negativ:

  • Verliert ab und zu den Überblick in der Zonenverteidigung
  • setzte Tackles immer ohne Rücksicht auf Verluste auch bei sich selbst
  • Historie mit Concussions sind eine Hypothek

Fazit:

Jaquan Brisker passt aufgrund seiner defensiven Identität und seiner taktischen Flexibilität hervorragend zu den Steelers und sein Spielstil spiegelt die Mentalität des Teams wider.
Er agiert als Hybrid Spieler, der sowohl tiefe Zonen abdeckt als auch effektiv gegen den Lauf in der Box arbeitet. Diese Vielseitigkeit ermöglicht es dem Trainerteam, andere Leistungsträger variabler auf verschiedenen Positionen einzusetzen.
Gemeinsam mit DeShon Elliott kann er ein physisch dominantes Duo auf der Safety Position bilden. Er bringt die nötige Athletik mit, um gegnerische Tight Ends in Manndeckung zu kontrollieren. Das Team profitiert unmittelbar von seiner Stärke in der Laufverteidigung.

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