Nach dem Sieg gegen die Indianapolis Colts, bei dem vor allem die Defense zu überzeugen wusste, begrüßte ein entspannter aber auch fokussierter Mike Tomlin die Vertreter:innen der Presse im Presseraum des UPMC Rooney Sports Complex mit seinem gewohnten “Good Afternoon”.
Wie immer fing Coach T seinen Eröffnungsmonolog mit der Review zum letzten Spiel an:
Tomlin betonte nach dem Spiel die Bedeutung der Laufverteidigung als zentralen Faktor für den Erfolg der Steelers. Das Team habe den gegnerischen Running Back Taylor weitgehend kontrolliert und damit den Schlüssel zur Offensive des Gegners neutralisiert. Ihre Stärke habe im Laufspiel und der Fähigkeit gelegen, Pässe aus vorhersehbaren Situationen zu vermeiden.
Ebenfalls wichtig war der Umstand, dass die Colts vor dem Spiel nur vier Turnover in der gesamten Saison hatten. Die Steelers haben diesen Trend durch gezielten Druck und dadurch erzwungene Punts gebrochen. Nach Ballgewinnen habe die Offensive sofort gepunktet, was dem Team geholfen hat. Besonders vor Ende der ersten Halbzeit mit zwei schnellen Touchdowns.
Negativ bewertete Tomlin die verpasste Chance, nach einem Ballverlust in den Special Teams zu punkten. Für ihn bleibt das Zusammenspiel aller Mannschaftsteile entscheidend. Laufverteidigung und Ballgewinne seien Kernwerte, die das Team konsequent umsetze und deren Wirkung sich im Spiel gezeigt habe.
Extra Lob hatte Mike Tomlin für seine Safeties übrig. Er lobte die Zusammenarbeit mit Kyle Dugger sowie dessen Lernfähigkeit, Spielverständnis und Kommunikation.
Die Abstimmung mit Jalen Ramsey habe sich im Spielverlauf deutlich verbessert. Denn der Start war etwas holprig,aber das Zusammenspiel der Safeties wurde jedoch zunehmend stabiler. Die Erfahrung beider Spieler hat maßgeblich zur defensiven Leistung beigetragen.Jalen Ramsey bleibt laut Tomlin fest auf der Safety-Position. Diese Entscheidung ermöglicht anderen Spielern wie Brandon Echols mehr Einsatzzeit als Nickelback. Auch hat man kein Problem damit jemanden wie James Pierre als Outside Corner einzusetzen.
Man verfügt auf Cornerback über die entsprechende Tiefe und passt seine Strategie entsprechend an.
Nach der kurzen Einleitung geht Tomlin auf die verletzten Spieler ein:
- Out:
- Scotty Miller (Fingerverletzung)
- Cole Holcomb (krank)
- Questionable:
- Isaac Ciamalo (Brustmuskelzerrung)
- Pep (Weichteilverletzung)
- Chuck Clark (krank, Rückkehr erwartet)
- In:
- Rest des Teams einsatzfähig, kleinere Blessuren ohne Einschränkung für das Training
Danach blick Tomlin auf die Los Angeles Chargers
Allgemein
Mike Tomlin hat großen Respekt vor den Los Angeles Chargers. Er bezeichnet sie als ein starkes, ausgewogenes Team mit überzeugender Offensive, stabiler Defensive und effektiven Special Teams. Für die Steelers sei die Vorbereitung auf dieses Auswärtsspiel besonders wichtig, vor allem mit Blick auf die Verfügbarkeit einzelner Spieler.
Offense
Quarterback Justin Herbert ist der Schlüssel der Chargers Offense. Tomlin betont seine Vielseitigkeit als Passer und Läufer. Im Vergleich zum Vorjahr sei Herbert gesundheitlich wieder bei 100%, was das Angriffsspiel von Offensive Coordinator Greg Roman deutlich variabler mache.
Das Receiver Corps mit Allen, Johnson und McConkey bezeichnet Tomlin als sehr stark und eingespielt. Rookie Tight End Gadsden hat sich zuletzt positiv entwickelt und als gefährliche Waffe etabliert. Im Laufspiel muss Roman auf Vidal setzen, der dies zurückgezahlt hat und in den vergangenen Wochen konstant über 200 Yards erzielte. Zudem hat man mit Patterson noch eine ergänzende Option. Tomlin sieht im Laufspiel und in Herberts Dynamik die größten Herausforderungen für die Steelers Defense.
Defense
Tomlin lobt Defensive Coordinator Jesse Minter für seine strategische Spielweise. Besonders Safety Derwin James hob er als zentralen Spieler hervor, der flexibel als Safety oder Nickelback agiert und sowohl beim Tackling als auch beim Blitzen überzeugt. Die Chargers verfügen laut Tomlin über eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen und jungen Linebackern. Perryman bringe Routine und Spielintelligenz, Henley zeichne sich durch Athletik und Vielseitigkeit aus. Die Außenpositionen seien die größte Stärke der Defensive, trotz des Abgangs von Joey Bosa. Khalil Mack und Neuzugang Owe bildeten eine gefährliche Pass-Rush-Kombination.
Damit beendet Mike Tomlin seinen Monolog und öffnet den Raum für die Fragen der Presse:
Frage 1:
Mike, warst du vor dem Spiel darauf vorbereitet, dass Kyle Dugger bis auf einen Spielzug alle Spielzüge absolviert, oder wolltest du erst einmal abwarten, wie sich die Situation entwickelt?
Coach T:
Ich hatte definitiv gehofft, dass er viel spielen würde, aber wir wollten natürlich abwarten, wie sich die Situation entwickelt, denn wir lernen ihn ja gerade erst noch kennen. Trotzdem respektiere ich seine Erfahrung und er hat in den Trainingseinheiten vor Sonntag durchaus sein Können unter Beweis gestellt. Stadien sind aber etwas anderes, deshalb hatten wir zwar einen Plan, konnten aber flexibel reagieren und uns in die richtige Richtung bewegen.
Frage 2:
Was ist dir während seines Spiels aufgefallen, das ihm Sicherheit gab und deine Erwartungen erfüllte?
Coach T:
Mir fiel auf, dass seine Bewegungen sehr flüssig waren, sowohl die Anpassungen vor dem Snap als auch die Aktionen beim Snap selbst. Das ist oft ein Zeichen für ein gutes Verständnis. Ich habe nicht erwartet, dass er der Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation sein würde – die Kommunikation wäre wahrscheinlich eher einseitig gewesen. Aber seine flüssigen Bewegungen, die Anpassungen vor dem Snap und seine Reaktionsschnelligkeit direkt nach dem Snap zeigten mir, dass er sich wohlfühlte, wusste, was auf ihn zukam, und dass alles gut werden würde.
Frage 3:
Welche Eigenschaften machen ihn zu einem guten Safety?
Coach T:
Wissen Sie, es ist einfach sein Spielverständnis. Ich denke, manche Dinge, über die man spricht, wenn man die Safety Position zum ersten Mal betrachtet, sind eher schwer fassbare Qualitäten, die man nicht unbedingt messen kann. Er hat wirklich gute Instinkte und eine riesige Leidenschaft für das Spiel. Er analysiert es intensiv, und ich denke, genau das macht ihn so stark in der Abwehr, ein entscheidender Faktor für diese Position. Seine offensichtlichen Talente sind seine Zweikampfstärke, seine Reichweite und seine Physis. Aber es sind die subtilen, die schwer fassbaren Dinge, die uns so begeistern. Denn je mehr Erfahrung er in unserer Abwehr sammelt, desto häufiger werden diese Talente zum Vorschein kommen.
Frage 4:
Einige Defensivspieler sprachen letzte Woche vor dem Spiel gegen die Colts davon, die Verteidigung zu vereinfachen. Wie viel davon war eine Folge der neuen Gesichter wie Kyle Duggar und Jalen Ramsey, der eine neue Position spielt? Wie viel lag daran, dass ihr in der ersten Saisonhälfte nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt habt?
Coach T:
Ich denke, es ist beides. Ich glaube, das ist immer so. Bei allen Entscheidungen bezüglich des Menü und dessen Größe geht es in erster Linie um die eigene Situation und die strategische Ausrichtung gegenüber der Konkurrenz. Wir bewerten ständig unsere Möglichkeiten und die Stärken unseres Gegners.
Frage 5:
Planst du es diese Woche wieder schlicht zu halten?
Coach T:
Neue Woche, neue Herausforderungen. Wir werden sehen.
Frage 6:
In diesem Zusammenhang scheint es definitiv eine taktische Umstellung gegeben zu haben, etwa mit zwei Verteidigern anstatt mit weniger. War das primär deine Strategie gegen die Colts oder auch eine Reaktion auf die jüngsten Beobachtungen?
Coach T:
Woche für Woche treffen wir Entscheidungen basierend auf den jeweiligen Gegebenheiten, daher waren unsere Aktionen letzte Woche natürlich auf die Colts und unsere Situation abgestimmt.
Frage 7:
Habt ihr irgendetwas unternommen, um Duggers Umstellung auf die taktische Ausrichtung deiner Verteidigung zu erleichtern?
Coach T:
Man kann nur begrenzt Einfluss nehmen. Er hat sich großes Lob verdient, deshalb habe ich ihn direkt nach dem Spiel erwähnt. Er hat in kurzer Zeit viel über die Verteidigung gelernt und dabei Wissen und Spielverständnis bewiesen. Er hat wirklich hart gearbeitet, um so schnell integriert zu werden.
Frage 8:
Möchtest du die Möglichkeit schaffen, die Safety Position zu verstärken, damit Jalen flexibler eingesetzt werden kann? Bist du damit einverstanden, dass er in der so weit hinten in der Defense spielt?
Coach T:
Das hängt ganz von der Verfügbarkeit der anderen Spieler ab. Es ist definitiv eine seiner Stärken, er ist offen dafür und dazu fähig. Aber wie ich bereits im Zusammenhang mit Derwin James erwähnte, geschehen solche Dinge nicht isoliert. Sie betreffen auch andere Spieler und deren Entwicklung, daher werden wir unsere Entscheidungen auf Grundlage der uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten treffen.
Frage 9:
In diesem Zusammenhang sagtest du letzte Woche, dass ihr vor dem Ende der Transferperiode auf dem Transfermarkt aktiv sein würdet. Ihr habt ja schon einen geholt, Kyle Duggar.
Plant ihr, vor Ablauf der Deadline noch ein bisschen zu stöbern?
Coach T:
Mal sehen, was passiert. Weißt du, ich gehe gern shoppen.
Frage 10:
Du hast um diese Zeit die Trade Deadline als Wettrüsten bezeichnet. Wie hat sich deiner Meinung nach in den letzten Jahren die Aggressivität der Teams bei Transfers während der Saison entwickelt?
Coach T:
Wissen Sie, ich betrachte das nicht unbedingt als Trend. Ich weiß nur, dass man, wenn man auf dem richtigen Weg ist und unbedingt im Rennen bleiben will, wenn es eng wird, in der Regel offen dafür ist, sich mit talentierten Spielern zu verstärken, die einem weiterhelfen können – sei es durch Abgänge oder um Schwächen im Kader auszugleichen. Ich denke, genau daran sind einige der wettbewerbsfähigen Teams Jahr für Jahr interessiert. Es ist einfach ein natürlicher Bestandteil dieses Geschäfts.
Frage 11:
Das Team hat bekannt gegeben, dass ihr Valdes-Scantling verpflichtet habt. Seid ihr noch auf der Suche nach weiteren Wide Receivern? Hat er die offenen Fragen beantwortet?
Coach T:
Du sagtest 16 Uhr?* Wir haben also noch ein paar Stunden Zeit. Mal sehen, was passiert:
*Anmerkung: 16 Uhr Ortszeit Pittsburgh und 22 Uhr deutscher Zeit
Frage 12:
Wie kann er euch helfen? Wie könnte er integriert werden?
Coach T:
Momentan trainiert er nur Kniebeugen. Wir werden ihn also ins Team holen, ihn trainieren lassen und seinen allgemeinen Fitnesszustand, seine Lernfähigkeit und ähnliches überprüfen. Es ist eine andere Situation als letzte Woche bei Kyle Duggar – Er ist einfach ein Spieler für das Practice Squad.
Frage 13:
Hat Aaron sich aufgrund seiner Vertrautheit mit MVS für seine Aufnahme eingesetzt?
Coach T:
Gar nicht.
Frage 14:
Nur um das klarzustellen: Hast du gesagt, Scottie und Cole fallen diese Woche aus oder zu Beginn der Woche?
Coach T:
Nein, wir werden sehen, ob sie teilnehmen können, und die Qualität ihrer Teilnahme wird dann darüber entscheiden, ob wir sie einsetzen oder nicht.
Frage 15:
Wann hattet ihr das letzte Mal eine Krankheit in der Kabine, die diese Jungs so lange außer Gefecht gesetzt hat?
Coach T:
Mir fällt da spontan nur COVID ein, aber es ist schließlich die NFL. Deshalb braucht man einen soliden Plan und muss flexibel sein. Ich bin echt froh, dass wir Kyle Duggar geholt haben, der lernt echt schnell.
Frage 16:
Wie hast du die Entwicklung der Wide Receiver hinter DK Metcalf, wie Calvin Austin oder Roman Wilson, beobachtet und wie sehr würdest du dir wünschen, dass sie diesen Prozess fortsetzen?
Coach T:
Ich finde, ihre Qualität hat sich stetig verbessert, besonders bei Roman in letzter Zeit, abgesehen von diesem dämlichen Ballverlust in der Schlussphase hat sich seine Spielqualität verbessert. Aber nochmal, wir sehen dabei nicht nur unsere Wide Receiver. Wir sind auch mit unserer Tight End Gruppe sehr zufrieden, und man kann nicht über das Passspiel sprechen, ohne die Beiträge dieser Gruppe zu erwähnen. Das haben wir auch immer ganz offen kommuniziert.
Als wir Jonnu ganz am Anfang unserer Reise verpflichteten, sprachen wir darüber, dass wir verfügbare Receiver haben wollen, sowohl Tight Ends als auch Wide Receiver. Ich denke, daran hat sich nichts geändert. Natürlich brauchen wir von einzelnen Spielern wie den beiden von Ihnen genannten noch Entwicklungspotenzial, aber wir sind zufrieden damit, wie wir den Ball verteilen, unsere Spieler einsetzen und die Aufgaben bisher aufteilen.
Frage 17:
Was die Defensive angeht, hat Peyton Wilson am Sonntag offensichtlich eine starke Leistung gezeigt. Wie hast du seine Entwicklung in dieser Saison beobachtet?
Coach T:
Er gehört zu den Spielern im zweiten Jahr, die letztes Jahr viel Erfahrung mit dem Helm sammeln konnten. Wenn man so viel Erfahrung hat, kann man erwarten, dass solche Spieler sich weiterentwickeln und durchstarten. Dasselbe gilt für Spieler, die nicht so viel Erfahrung mit dem Helm sammeln konnten, wie Roman Wilson und Troy Fautanu zum Beispiel. Und Peyton hat letztes Jahr viele Snaps absolviert. Er spielt wirklich gut, aber das erwarten wir ja auch von ihm.
Das erwartet er von sich selbst. Er hat ein sehr gutes Verhältnis zum Spiel. Er ist professionell und studiert fleißig. Wir haben ihn gebeten, Miles Killebrew als Kapitän der Special Teams zu vertreten, aus beruflicher Sicht läuft für ihn momentan vieles in die richtige Richtung, ganz sicher.
Frage 18:
Ihr habt euch ja bewusst darauf konzentriert, die Colts den ersten Read wegzunehmen, damit Danielo Jones den Ball länger festhält. Was habt ihr in der Vorbereitung gesehen,dass eure Verteidigung im Vergleich zu den beiden vorherigen Spielen konstanter funktioniert hat?
Coach T:
Seine erste Option ist es ja, sich umzudrehen und den Ball zu Jonathan Taylor zu passen. Und genau das war unser erster Schritt. Und ich denke, wie ich bereits erwähnte, ging es von da an irgendwie weiter.
Frage 19:
Wenn ihr als Trainerstab, du und die Defensive Coaches, die Turnover des Gegners analysiert, betrachtet ihr das dann einfach als ein Takeaway ist ein Takeaway, so wie ein Sieg ist ein Sieg? Oder seht ihr es eher so: Cleveland zum Beispiel, ihr hättet viele Ballgewinne erzielen können, aber habt es nicht geschafft. In den beiden Spielen gegen die Spitzenteams der AFC habt ihr elf Takeaways. Seht ihr euch also rein nach der Gesamtzahl der Takeaways als besser an? Oder liegt es eher an der Positionierung eurer Spieler?
Coach T:
Wir suchen ja ständig nach dem Ball. Deshalb ist es eigentlich egal, wie viele Ballverluste wir erzwingen. Wir müssen unsere Absicht konsequent zum Ausdruck bringen, wo es angebracht ist. Wie wir letzte Woche bereits besprochen haben, ist es beispielsweise manchmal unangebracht, wenn man der erste Schlagmann ist. Wir arbeiten aber regelmäßig daran, wann es angebracht ist.
Wir müssen zuerst den Ball im Blick behalten, dann müssen wir aktiv nach ihm suchen. Wenn man das beherzigt, erzielt man in der Regel die gewünschten Ergebnisse.
Frage 20:
Mike, Beanie Bishop war vor einem Jahr einer dieser Balleroberer, und ihr habt euch entschieden, ihn nicht mehr im Practice Squad zu haben. Wie kam es denn dazu?
Coach T:
Wissen Sie, ich mische mich nicht in Entscheidungen über das Practice Squad ein. Mich interessiert vielmehr, was wir diese Woche tun müssen, um die Jungs im 53er Kader auf das Spiel vorzubereiten.
Frage 21:
Was muss die Defense tun, um an den Schwung von letzter Woche gegen Indianapolis anzuknüpfen?
Coach T:
Einfach wieder an die Arbeit gehen. Wie ich schon sagte, nach dem Spiel ist es in diesem Geschäft ein schmaler Grat zwischen Erfolg und Misserfolg. An diesem Wochenende und in dieser Woche. Die wirklich guten Teams, die wirklich guten Einheiten, die wirklich guten Einzelspieler zeichnen sich durch eine gewisse Konstanz in ihren Leistungen aus. Das ist also sicherlich eine Herausforderung für die Einheit, nach der Sie gefragt haben.
Frage 22:
Wie ist Eure Meinung zu Patrick Queen was seine Fähigkeit betrifft, die Anweisungen von Terrell Austin zu kommunizieren und die nötigen Checks zu machen und wie er als eine Art Spielmacher agiert hat.
Coach T:
PQ ist in seinem zweiten Jahr als unser defensiver Quarterback großartig. Er hat die Verantwortung als Kommunikationszentrale wirklich voll und ganz übernommen, was für ihn noch relativ neu ist. Die Position zu spielen ist nicht neu für ihn, als defensiver Quarterback spielen schon. Mir gefällt seine Entwicklung im zweiten Jahr.
Frage 23:
Die Chargers sind auf Running Back und in der Offensive Line ziemlich angeschlagen, aber sie laufen noch immer durchschnittlich 4,8 Yards pro Lauf.. Liegt es an Greg Roman oder steckt da noch etwas anderes dahinter, das sie so stark im Laufspiel macht, unabhängig von der Aufstellung?
Coach T:
Ich denke, es ist einfach das Engagement von Roman und seinen Mitspielern. Wir haben ja schon oft gegen ihn gespielt. Ich glaube, das ist ein Markenzeichen seines Footballs. Ich denke, das wird sich zeigen, egal wer Running Back spielt und wer in der Offensive Line steht. Man muss sich nur seine Zeit in Baltimore ansehen. Dort gab es immer wieder herausragende Läufer, die sich in schwierigen Situationen durchsetzten, wie Gus Edwards und andere, die sich einfach durch die gegnerische Verteidigung kämpften. Ich denke also, dass sich nichts geändert hat.
Frage 24:
Aaron erzählte uns nach dem Spiel, dass Jalen am Samstag mit der Mannschaft gesprochen hat. Welche Auswirkungen hatte das deiner Meinung nach auf das Team? Und was hältst du davon, dass ein Spieler, der erst sieben Spiele beim Team ist, bereit ist, vor seinen Kollegen zu sprechen?
Coach T:
Ich habe ihn darum gebeten, aber er ist nicht der Einzige. Im Allgemeinen führe ich solche Gespräche aber intern. Er hat viel Erfahrung, NFL-Erfahrung, World Champion Erfahrung, und ich bin dankbar, dass er bereit war, diese mit seinen Teamkollegen zu teilen.
Frage 25:
Du hast im Trainingslager viel darüber gesprochen, wie du eine Gruppe erfahrener Spieler zusammengebracht hast und versuchst, sie zu einem Team zu formen. Die zwei Niederlagen in Folge waren die erste Gelegenheit, bei der dieser Zusammenhalt wirklich auf die Probe gestellt wurde. Wie schätzt du das ein, dass sie diese schwierige Zeit überstanden haben?
Coach T:
Ich glaube nicht, dass es das erste Mal war, dass es getestet wurde. Es wird jeden Tag getestet. Es wird ständig getestet. Ich denke einfach, das liegt in der Natur dieser ganzen Sache, die ja eine bestimmte Phase ist. Wissen Sie, ich mache mir deswegen keine allzu großen Sorgen. Wir haben die Spieler als Einzelpersonen sorgfältig geprüft. Die meisten Spieler, die wir verpflichtet haben, waren unsere Wunschkandidaten, als sie im Draft ausgewählt wurden. Sie haben unseren Ansprüchen genügt. Sie sind gute Footballspieler, und in schwierigen Zeiten zeigen gute Footballspieler meist ihr wahres Potenzial, anstatt ihr wahres Können zu demonstrieren.
Frage 26:
Mike, was musstet ihr tun, um euer Laufspiel besser in Fahrt zu bringen? Gerade bei kurzen Distanzen an der Goalline habt ihr das ja geschafft.
Coach T:
Manchmal muss man dem Gegner einfach Respekt zollen, und ich denke, das ist der erste Schritt. Ich fand, Indy hat einen super Job gemacht. Besonders das erfahrene Duo Buckner und Stewart in der Offensive Line war echt ein Problem. Das war uns von Anfang an klar. Wir haben das hier vor einer Woche schon besprochen. Das wurde bestätigt. Das hat unseren Start ehrlich gesagt etwas getrübt. Zum Glück konnten wir dann aber richtig in Fahrt kommen und unsere Spielidee besser umsetzen. Ich möchte den Jungs einfach mal ein Lob aussprechen.
Wie schon erwähnt, ist es einfach großartig, so erfahrene Spieler wie die beiden zusammen zu haben, dazu jemanden wie Franklin, der in diesem System groß geworden ist, und natürlich das starke Safety-Duo. Nick Cross wurde im vierten Jahr gedraftet. Kenny Moore, ein langjähriger Spieler der Colts, spielt auf der Nickelback-Position. Wenn man solche Spieler in der Mitte der Verteidigung hat, mit so viel individueller und kollektiver Erfahrung, dann wird es einige Herausforderungen geben.
Damit endet der Tomlin Tuesday dieser Woche. Wie immer halten wir euch über die weiteren Entwicklungen über unsere Social-Media-Kanäle, unsere Homepage und den Steelcast auf dem Laufenden.




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