McCarthy PK Spring Meeting

written by Andre Vilshöver
4 · 01 · 26

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Aktuell findet das NFL Annual League Meeting in Phoenix, Arizona statt. Hier kommen Owner, General Manager und Head Coaches aller 32 Teams zusammen und besprechen dort drei Tage lang Liga Angelegenheiten.

Mike McCarthy nimmt zum ersten Mal als Head Coach der Steelers an diesem Treffen teil und sprach am ersten Tag mit den anwesenden Medienvertreter:innen aus Pittsburgh.

Sein Fokus? Football.

Die Steelers als eines der Teams mit einem neuen Head Coach dürfen bereits früher mit dem Offseason Programm anfangen. Und so melden sich bereits nächste Woche die Spieler der Steelers für das Offseason Programm zurück.

Mike McCarthy freut sich auf die Ankunft der Mannschaft, für deren Rückkehr die Vorbereitungen in der Facility laufen.
Zuerst steht das Krafttraining und Konditionstraining auf dem Programm. McCarthy will dem Team frühzeitig Informationen über die zukünftige Arbeitsweise vermitteln, dabei legt er den Schwerpunkt auf der Arbeit mit dem gesamten Roster.
In den ersten drei Phasen des Offseason Programms soll der Fokus auf die theoretischen Teile der Offense, Defense, Special Teams, Game Management und fundamentalen Grundlagen gelegt werden. So kann beim Start des Training Camp in Latrobe das Team direkt in Football Übungen übergehen – Jedes einzelne Training hat eine kritische Bedeutung.

Wie auch im letzten Jahr dominieren Quarterback Aaron Rodgers und seine ausstehende Entscheidung die Offseason. Viele Fragen an Mike McCarthy drehten sich um die Zukunft des Quarterbacks und eine mögliche Rückkehr zu den Steelers.
McCarthy gab an, in der Offseason regelmäßig mit Rodgers zu sprechen, ohne dabei einen genauen Zeitplan für eine Entscheidung zu nennen. Eine Aussage, die etwas konträr zur Aussage von Owner Art Rooney II vom Wochenende erscheint, da dieser sagte, man erwartet eine Entscheidung noch vor dem Draft.
Laut McCarthy befindet sich Rodgers in einer positiven Verfassung und ihre Gespräche laufen wie immer, man spricht über das Leben, Football und die Vorgänge im Trainingszentrum. Rodgers zeigt dabei großes Interesse an den aktuellen Entwicklungen. Die Unterhaltungen reichen von persönlichen Erkundigungen bis hin zu reinen Football Themen.
Der persönliche Teil bleibt für Mike McCarthy immer gleich. Als Footballer sprechen sie über die Vergangenheit. Sie analysierten Spielzüge aus dem Jahr 2010. Sie diskutierten über Würfe von Rodgers in Seattle. Sie sprechen intensiv über Football, seine Erfahrungen in Pittsburgh und seine aktuelle Lebenssituation. Rodgers spielte 13 Saisons für McCarthy in Green Bay und zusammen gewannen sie den Super Bowl XLV (gegen die Steelers).

McCarthy ist beeindruckt von der Lebensauffassung des Quarterbacks, diese Leidenschaft hat er schon an dem jungen Aaron Rodgers bewundert
Die ausgeprägte Neugier von Rodgers steht für McCarthy im Vordergrund. Diese Neugier erstreckt sich von der homöopathischen Medizin bis in das Weltall. Der Quarterback verfügt über ein tiefes und vielfältiges Wissen und McCarthy respektiert dessen Belesenheit.
Rodgers bildet sich gerne weiter und vertritt feste Überzeugungen in seinem Leben. Diese Neugier und das vielfältige Wissen helfen Rodgers auf dem Spielfeld. Seine Erfolge basieren auf seiner Jugend und seiner tiefen Detailversessenheit für seine Position und sein eigenes Spiel – Dabei strebt er immer nach der perfekten Ausführung.
Er diskutiert mühelos die Übergänge von einem Five Step Drop zu einem Two Step Drop oder Four Step Drop in der Shotgun Formation. Rodgers spielte mit einem gebrochenen Knochen im Knie und passte daraufhin seine Fußarbeit an und McCarthy ließ ihn damals 12 Wochen lang nicht Under Center spielen. Dabei ist Rodgers in der Lage, all diese neuen Informationen auf dem Feld anzuwenden, was eines seiner größten Talente ist.
Rodgers ist ein begabter Passer, der sich durch hohe Genauigkeit auszeichnet. Er verarbeitet Informationen an der Line of Scrimmage sehr schnell. Dabei interpretiert er die Ansagen der Defense oder belauscht Gespräche an der gegnerischen Seitenlinie oder ahnt Spielzüge an der Line of Scrimmage überragend voraus.

Die fehlende Entscheidung von Rodgers bereitet Mike McCarthy aktuell keine Sorgen. Er verweist auf seine eigene und die Erfahrung von Rodgers. Vor 20 Jahren reagierte McCarthy anders auf solche Situationen. Emotionen, Bildung und Reife spielen eine wichtige Rolle. McCarthy fühlt sich mit dem bisherigen Dialog sehr wohl. Das Team arbeitet einfach weiter.

Der anstehende NFL Draft findet in etwas mehr als drei Wochen vom 23. bis 25. April in Pittsburgh statt. McCarthy, General Manager Omar Khan und das Scouting Team arbeiten intensiv an den Vorbereitungen. Die Steelers besitzen 12 Picks im Draft. McCarthy blickt voller Vorfreude auf diese Auswahlmöglichkeiten. Ein erfolgreiches Team in der NFL benötigt mehr als den 53 Man Roster.
Die Steelers vertrauen auf ihren Prozess. Der Draft Prozess in Pittsburgh ähnelt dem in Green Bay und Dallas. Das Team nutzt Profile und hält an der eigenen Spielphilosophie fest. Eine Mannschaft braucht viele gute Spieler. Beim Super Bowl Sieg mit Green Bay brauchte McCarthy 77 Spieler für den Titelgewinn, daher spricht McCarthy bei der Teambildung lieber über 68 Spieler statt über 53 Spieler, um die Wichtigkeit des Practice Squad zu betonen.
Die Steelers wollen mit den 12 Picks gute Footballspieler auswählen, denn mit 12 Picks erwartet McCarthy einen starken Draft Jahrgang der Steelers. Als Coach, der gut mit QBs umgehen kann, hofft er auf den passenden Moment für die Verpflichtung eines neuen Quarterbacks im Draft,

Auf der Guard Position sieht McCarthy einen guten Wettbewerb zwischen den Veteranen Spencer Anderson und Brock Hoffman. Er möchte dieser Gruppe gerne junge Spieler hinzufügen. Diese Aussage gilt für den gesamten Kader. Die Steelers verpflichteten bereits gute Spieler. Der Draft bietet weitere Möglichkeiten zur Verstärkung.
Nach einem Gespräch lobt McCarthy den Receiver Roman Wilson. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihm, denn Wilson genießt im gesamten Gebäude ein hohes Ansehen. Ein neues System bietet dem jungen Spieler einen frischen Start. McCarthy erhofft sich davon Vorteile für Wilson.

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