Mit dem Draft-Countdown wollen wir euch ein wenig auf den NFL Draft 2026 einstimmen. Jeden Montag vor dem Draft gibt es einen weiteren Erstrunden-Draftpick der Pittsburgh Steelers Geschichte. Und wie es ein Countdown so an sich hat, zählen wir die für uns wichtigsten Erstrunden-Drafts herunter. Dies ist nicht unbedingt auf den Spieler und seine Karriere bezogen, sondern auf den Pick und die Bedeutung zu jener Zeit für die Franchise.
Viel Spaß!
#10

- Cameron “Cam” Heyward
- DT
- Ohio State
Nach seinem College-Abschluss an der Ohio State University wurde Heyward von den meisten Analysten und Scouts als Erstrunden-Pick gehandelt. Sports Illustrated listete ihn vor dem NFL Combine als sechzehntbesten Spieler und fünftbesten Defensive End. Obwohl er am NFL Combine teilnahm, konnte er nach einer Ellbogenoperation im Januar nur den Vertikalsprung absolvieren. Nach dem Combine wurde er aufgrund der vielen hoch bewerteten Defensive End Talente als Kandidat für die erste oder zweite Runde gehandelt. Am Ende des Combines wurde er von NFLDraftScout.com als achtbester Defensive End und sechsundzwanzigster Spieler eingestuft. NFL-Network-Analyst Mike Mayock listete ihn als siebtbesten Defensive End und siebenundzwanzigsten Spieler im NFL Draft 2011.
Die Pittsburgh Steelers wählten Heyward in der ersten Runde (31. Pick insgesamt) des NFL-Drafts 2011. Er war der siebte Defensive End, der 2011 gedraftet wurde. Am 29. Juli 2011 unterzeichnete Heyward bei den Steelers einen Vierjahresvertrag über 6,7 Millionen US-Dollar, davon 5,41 Millionen US-Dollar garantiert und ein Signing Bonus von 3,37 Millionen US-Dollar.
Im Trainingslager konkurrierte er mit den erfahrenen Spielern Brett Kiesel, Aaron Smith und Ziggy Hood um einen Stammplatz als Defensive End. Zu Beginn der regulären Saison wurde er als Backup Defensive End hinter Brett Kiesel eingesetzt. Nachdem er in der Saisonvorbereitung seiner Rookie-Saison die Trikotnummer 95 getragen hatte, wechselte Heyward zur Nummer 97, nachdem Jason Worilds die Nummer 93 gewählt hatte.
Cam war einer der Spieler, der das Glück hatte, auch als Pick der ersten Runde langsam ins Team integriert zu werden. Er bekam von Anfang an Einsätze, doch sein erster Start kam erst in der Saison 2013 gegen die Chicago Bears. Full Time Starter wurde er ab der Saison 2014.
Cam spielt bis heute bei den Steelers und wird als einer der heutzutage wenigen „One-Helmet-Guys“ gehandelt – NFL-Spieler, die ihre ganze Karriere nur bei einem Team absolvieren. In all den Jahren hat sich Cam als wichtiger Bestandteil des Erfolgs, aber vor allem auch des Teams der Steelers herauskristallisiert. Ob als Captain auf dem Feld, im Lockerroom oder als Walter Payton Man of the Year: In den meisten Fällen ist auf Cam Heyward immer Verlass. Seine Stats sprechen hier auch sportlich für sich:
- Walter Payton NFL Man of the Year (2023)
- 4× First-team All-Pro (2017, 2019, 2021, 2024)
- 2× Second-team All-Pro (2020, 2025)
- 7× Pro Bowl (2017–2022, 2024)
- First-team All-Big Ten (2010)
- Second-team All-Big Ten (2009)
Vor der letzten Saison machte sich Cam zum ersten Mal ein wenig unbeliebt bei manchem Fan. Er blieb dem Training auf dem Spielfeld fern, da er eine Neuverhandlung seines bestehenden Vertrags forderte, um eine höhere Vergütung zu erhalten.
Für die Saison 2026 hat er noch einen Vertrag, aber es steht, vor allem nach dem Rücktritt von Mike Tomlin, nicht fest, ob und wie die Karriere von Cam Heyward weitergeht.
Fakt ist: Sollte er irgendwann die Schuhe an den Nagel hängen, wird Cam als ein großer Spieler und Charakter der Pittsburgh Steelers in Rente gehen.




0 Kommentare