SNGeV Draftcoverage 2026: Linebacker und Egde Rusher

written by Andre Vilshöver
4 · 11 · 26

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Generell gehören die Linebacker der Steelers zu den durch die Free Agency weniger betroffenen Positionen. Lediglich die Verträge von Cole Holcomb und Jeremiah Moon endeten. Holcomb konnte man bereits verlängern und hat so weiterhin ein Sicherheitsnetz hinter der Line, während Moon mit gerade einmal 30 Snaps in 2025 unabhängig von einer Verlängerung kein großer Einflussfaktor ist. Theoretisch könnten wir also auch 2026 mit dem selben Aufgebot starten, wie schon letzte Saison und gehen mit dem Luxus in den Draft, Veränderungen vornehmen zu können, aber nicht zu müssen.

Möglichkeiten gibt es aber. Bei den Edge Rushern zieht sich schon seit Beginn der Offseason das Thema des “Luxusproblems” durch. Mit T.J. Watt, Alex Highsmith und Nick Herbig sitzen drei Starter auf zwei Starterpositionen und Letzterer hatte seinen Unmut über diesen Umstand bereits zum Saisonende hin geäußert. Argumente für und gegen einen Trade findet man bei allen Beteiligten. Sollte es zu dem Szenario kommen, wird man dann aber im Draft Ersatz für die hinteren Reihen benötigen.

Auch Off-Ball sind wir per se gut besetzt. Payton Wilson hat sich den Posten oben im Depth Chart in den letzten zwei Saisons erarbeitet und mit Patrick Queen haben wir einen erfahrenen Veteran, der für sein Gehalt allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurück blieb. Queen hat noch ein Jahr Vertrag, würde bei einem Cut aber auch ungefähr $10 Mio. frei machen. Das ist vielleicht auf dem Papier eine einfache Entscheidung, zieht aber auch die Notwendigkeit mit sich, für Ersatz zu sorgen. Malik Harrison würde als Starter vermutlich ein zu großes Loch in die Position reißen und letztjähriger Draft Pick Carson Bruener hatte gerade einmal zwei defensive Snaps in seinem Rookie Jahr. Man müsste sich also entweder an der inzwischen schon gut abgegrasten Free Agency Klasse bedienen, oder man besorgt sich mit einem hohen Pick jemanden vom College, der diese Lücke sofort schließen könnte. Doch selbst ohne diesen Schritt, wird man Ersatz für Queen und Harrison benötigen, deren Verträge nach der kommenden Saison auslaufen werden.

Linebacker

Prospect 1 – Jacob Rodriguez

  • 5. Platz im Heisman Voting 2025
  • Big12 Defensive Player of the year 2025
  • Spielte neben Football auch Basketball, Baseball und Leichtathletik
  • Finalist beim Jason Witten Award (College Version des Walter Payton Man of the Year)
  • Kam ohne Stipendium nach Texas Tech, nahm einen Studienkredit auf und schlief im Apartment seines Bruders auf dem Boden.

Positives

Rodriguez hat viel Erfahrung auf dem Feld. Er spielte eine Saison in Virginia und vier bei Texas Tech. Das Jahr in Virginia verbrachte er als Receiver, wechselte nach dem Transfer aber auf Linebacker. Das Gefühl für den Ball hat er dabei allerdings nicht verloren. Er fühlt sich im offenen Feld wohl, hat ein gutes Verständnis für Passrouten und offensive Konzepte und gute Hände in Coverage. Sein Fokus liegt unabhängig von der Spielsituation stets auf dem Ball. 2025 hatte er so 3 Pass Breakups, fing 4 Interceptions und verzeichnete 13 Forced Fumbles: FBS Rekord! In der Box liest er Blocks und Running Backs gut, positioniert sich sinnvoll und verkürzt die Distanz zum Ballträger schnell. Er ist ein sehr guter Athlet, lief beim Combine die 40 Yards in – für Linebacker sehr guten – 4,57 Sekunden und konnte auch in den anderen Disziplinen mit Geschwindigkeit und Beweglichkeit überzeugen. Seinen Speed spielt er vor allem Sideline to Sideline bei Outside Runs, Screens und Pull Blocks aus. Lücken in der Pass Protection nutzt er als Blitzer aus, wenn er freie Bahn hat.

Negatives

Seine Geschwindigkeit und Beschleunigung kommen mit einem Preis. Generell ist Rodriguez nicht groß und sehr leicht gebaut. Beim Combine wurde er mit durchschnittlichen 6’1 3/8″ vermessen und brachte gerade einmal 231 Pfund auf die Waage. Das Bankdrücken hat er, vermutlich nicht ohne Grund, ausgelassen. Das zeigt sich auch im Spiel. Gerät er in Kontakt mit Offense Linemen, fehlt ihm die Kraft, um unter Kontakt seine Gap zu halten. Das Spiel nah an der Line, ob als Blitzer oder Pass Rusher, ist nicht seine Paradedisziplin. Auch gegen kräftige Running Backs hat er allein gerne mal das Nachsehen, wenn dieser sich entscheidet, “durch ihn hindurch” zu laufen.

Steelers Fit, weil

das Team mit ihm das lang ersehnte Puzzlestück in Coverage bekommt. Weder Queen noch Wilson können gegen moderne, technisch starke Slot Receiver und Pass Catching Running Backs über ein ganzes Spiel standhalten. Rodriguez kann das. Optionen für den ersten Versuch und kurze Distanzen haben die Steelers im Kader, sobald die Boxen leichter werden, wird es aber dünn. Und genau hier fühlt er sich wohl.

SNG Prediction

  • Note: B+
  • Draft: Ende Runde 2
  • Karriere: Situationsbedingter Starter
  • Rolle: Coverage Linebacker

Prospect 2 – Harold Perkins Jr.

  • Ehemaliger 5-Star Recruit
  • Spielte am College Football und Basketball
  • Wurde in New Orleans geboren, musste nach Hurricane Katrina aber nach Texas auswandern

Positives

Grundsätzlich erfüllt Perkins dasselbe Profil wie Rodriguez…auf 11 gedreht. Er ist noch leichter und noch schneller im offenen Feld unterwegs, bringt dazu aber auch für sein Gewicht einiges an funktionaler Kraft mit. Die LSU setzte ihn als vielseitigen Allround-Verteidiger ein. In seinen vier Jahren in Louisiana spielte er alle Linebacker Positionen, als Pass Rusher und im Slot. In Zone Coverage fühlt er sich nicht unwohl und hält mit Slot Receivern und Tight Ends mit, wenn er sie einmal fokussiert hat. In seiner letzten Saison bei den Tigers pflückte er zudem 3 Bälle aus der Luft. Seine größte Stärke ist aber sein Speed. Er bewegt sich im Handumdrehen von einer Sideline zur anderen und schließt Lücken zu Receivern oder Running Backs schnell. Seine körperliche Unterlegenheit gegen Power Backs oder große Tight Ends hält ihn nicht davon ab, physisch zu spielen und aggressiv in Zweikämpfe zu gehen. Das reichte am College in den meisten Fällen immerhin, um Gegner so lang zu binden, bis Hilfe zur Stelle war.

Negatives

Ein gleiches Profil bringt generell auch erstmal die gleichen Nachteile mit sich. Trotz Kopf-runter-Spielstil fehlt auch Perkins das Gewicht, um seinen Tackles Nachdruck zu verleihen oder gegen starke Gegenspieler allein zurecht zu kommen. Generell ist sein Tackling mehr Gewalt als Finesse und der ein oder andere Stoppversuch endete bei ihm neben dem Ballträger. Gegen Linemen kann er als Blitzer nur mit Speed gewinnen. Ein Profil, auf das sich NFL-Blocker schnell einstellen. Auch in Coverage ist sein Profil neben seinem Speed dünn. Etwas zu oft hat er in komplexen Situationen den Überblick verloren oder klebte am falschen Mann. Das zeigt sich genauso gegen den Lauf, wenn er zwar mit seinem closing Speed punkten kann, die richtigen Winkel und Gaps aber nicht trifft und zu oft auf Counter Plays und Play Action Pässe hereinfällt.

Steelers Fit, weil

er als Situationsspieler das vorhandene Team gut ergänzen kann. Run-Stopper und Downhill-Verteidiger haben wir im Team. Hybride Linebacker, die bei 3rd Downs das Feld großflächig abdecken, oder schnelle Sweeps und Outside Runs einfangen, fehlen aber. Rückblickend sind in den letzten Jahren einfach zu oft Linebacker diversen Slot Receivern tief in der Mitte des Felds hinterhergelaufen. Als Spezialist für diese Fälle hätte Perkins seinen Platz im Team.

SNG Prediction

  • Note: B-
  • Draft: Ende Tag 2
  • Karriere: Situationsspieler
  • Rolle: Side 2 Side Linebacker

Prospect 3 – Jack Kelly

  • Team Captain für die Cougars
  • Hält BYU Rekord für die meisten QB Hurries seit 2000
  • Ehemaliger Big 12 Defensive Newcomer of the Year & Defensive Transfer of the Year
  • Begeisterter Radfahrer und ehemaliger Champion im BMX Dirt Track

Positives

Mit Jack Kelly kommt nun jemand in den Mix, der nach zwei Jahren an der Weber State – einem FCS College in Utah – zur BYU wechselte und dort für weitere zwei Saisons das Herz der Cougars Defense bildete. Er spielte zunächst primär als Pass Rusher und wechselte noch vor seinem Transfer auf die Linebacker Position, spielte zu jeder Zeit aber auch in der jeweils anderen Rolle. Kelly ist vor allem ein vertikaler Verteidiger, der Lücken sieht und attackiert. Seine Erfahrung auf beiden Positionen macht ihn auch als Blitzer aus allen Positionen in der Box interessant. Im Open Field hat er genug Antritt, um Spielzüge über die Außen mitzubestimmen. An beiden stark christlich geprägten Schulen war er als Führungsspieler und Teamplayer bekannt. Eine Kombination, die bei uns in Übersee weniger Beachtung findet als in den religiös geprägten USA. Dort sollte dieser Fakt aber schnell für ein gutes Standing unter den Teamkollegen sorgen. Laut seinen Trainern gilt er zudem als “extremely coachable” und genau das macht ihn interessant. Wenn er seine Leistung in der NFL noch mal steigern kann und an seinen Schwächen arbeitet, könnte er sich zu einem klassischen Late-Round-Steal entwickeln.

Negatives

Trotz seiner Flexibilität auf den Positionen, ist sein Profil als Linebacker eher einseitig. Ihm fehlt es noch an vielen Qualitäten für das Spiel im offenen Feld. Seine Skills in Coverage sind, freundlich ausgedrückt, verbesserungsfähig, 1on1 Tackles sitzen oft nicht und seine Reaktion auf Änderungen im Spiel kommt zu spät. Man hat das Gefühl, dass er zu oft wie mit Scheuklappen spielt und sich plötzlich am Rand des Geschehens wiederfindet. Das führte auch zu einer sehr hohen missed Tackle Quote (22% in 2025). Sein Stil, der ihn sowohl Off-Ball als auch im Pass Rush einsetzbar macht, könnte ohne signifikante Verbesserungen bei den genannten Punkten auch dafür sorgen, dass er nicht beides, sondern weder das eine noch das andere wirksam beitragen kann.

Steelers Fit, weil

Man mit ihm spät im Draft einen günstigen Spieler für eine Position ohne direkten Bedarf bekommt, der viel Entwicklungspotential mitbringt. Wenn in zwei Jahren der ein oder andere Abgang im Team aufgefangen werden muss und er sich gut entwickelt hat, könnte er ein wichtiger Baustein für die Tiefe im Depth Chart werden.

SNG Prediction

  • Note: D+
  • Draft: Spät an Tag 3
  • Karriere: Entwicklungsspieler
  • Rolle: Hybrider Linebacker/Pass Rusher

Edge Rusher

Prospect 1 – Jaishawn Barham

  • All-Big Ten selection 2025
  • Defensive MVP im 2022 Polynesian Bowl
  • Zweimaliger Academic All-Big Ten honoree für Athleten mit guten schulischen Leistungen

Positives

Zugegeben, an dieser Stelle wurde etwas gemogelt. Barham kommt zwar als Edge Rusher in den Draft und spielte in Michigan 2025 auch vorwiegend auf dieser Position, ist aber eigentlich gelernter Linebacker und fällt damit in ein ähnliches Profil wie Jack Kelly. Die Wolverines setzten ihn nicht ohne Grund für sein letztes Jahr direkt an die Line. Im direkten Duell mit den Offensive Tackles kann er seine Physis einfach besser ausspielen. Er ist ein recht großer, sehr kräftiger Typ mit gutem Antritt beim Snap. Je nach Gegenspieler kann er so mit Speed über die Außenschulter oder mit Kraft durch den Blocker arbeiten. In Bewegung wechselt er zudem extrem schnell die Richtung und nutzt damit offene Lücken zwischen Tackle und Guard oder kontert zu langsame Tackles mit einem plötzlichen Transfer zum Bull Rush. Barham spielte in seiner finalen Saison zu gleichen Teilen links und rechts der Line, wäre also ein perfekter Kandidat für einen flexiblen Backup Spot hinter zwei festen Startern. Seine Historie als Off-Ball Linebacker wird nicht für größere Aufgaben in NFL Coverages reichen, kann aber durchaus für Tricksereien wie Fire Zone Blitzes genutzt werden. Bei kurzen 3rd Downs oder in Goal Line Situationen fühlt er hinter der Line als harter Downhill-Hitter ebenfalls wohl.

Negatives

Die Wolverines haben ihn nach seinem ersten Jahr in Michigan nicht ohne Grund fest an die Line of Scrimmage gesetzt. Seine Qualitäten in Coverage und in der horizontalen Laufverteidigung waren schon auf College-Niveau nicht gerade berauschend und werden nicht ansatzweise in der NFL standhalten. Für mehr als ein paar Überraschungen sollte man ihn daher auch nicht einsetzen. Selbst an der Edge zeigt sich das teilweise, wenn er seine Zuweisung verlässt, weil der Tackle ihm eine Lücke über seine Innenschulter präsentiert und der Running Back dann das freie Feld über außen nutzt. Sein aggressiver Stil sorgt zudem nicht nur für schöne Szenen im Pass Rush, sondern eben auch für die ein oder andere 15 Yard Strafe und schlaue NFL Blocker werden das Verhalten bei ihm provozieren können. Generell hat er hin und wieder Schwierigkeiten, sich selbst im Zaum zu halten. Beim Derby gegen Ohio State ist ihm z.B. der Helm in Richtung Schiedsrichter “ausgerutscht”. Das dürfte für einige Teams bereits eine Red Flag sein. Ob das auch für den neuen Coaching Staff rund um McCarthy gilt, oder ob man in ihm ein Projekt sehen könnte, das nur das richtige Umfeld braucht, ist zur Zeit schlecht einzuschätzen.

Steelers Fit, weil

die Steelers keinen Mangel an Edge Rushern haben, er mit seinem Skillset aber auch abseits der konventionellen Aufgaben einen Wert für das Team hat. Er kann durch seinen Hintergrund als Linebacker z.B. einfachere Aufgaben in Coverage besser übernehmen als andere auf seiner Position, oder als Blitzer hinter der Line arbeiten.

SNG Prediction

  • Note: C
  • Draft: Ab Runde 4
  • Karriere: Rotationsspieler
  • Rolle: Hybrider Edge Rusher

Prospect 2 – Vincent Anthony Jr.

  • ACC Defensive Lineman of the Week in 2025
  • Sein Vater spielte selbst College Football in North Carolina
  • Wuchs als UNC Fan auf, entschied sich aber für Duke
  • Sehr aktiv in sozialen Projekten seiner Heimatstadt

Positives

In seinen vier Jahren am College war Vincent Anthony ein wichtiger Teil der Duke Defense. Schon als Freshman startete er für das Team und sammelte über seine Karriere hinweg über 1.700 Snaps bei den Blue Devils. Für seine 21 Jahre bringt er also einiges an Spielerfahrung mit. Beim Combine wurde der 2m Riese mit einer Armlänge von 34 1/8” vermessen. Zum Vergleich: Nur 5 Offensive Tackle im Draft – üblicherweise die Position mit den längsten Armen – bieten hier mehr. Das bringt ihm im Duell an der Edge entsprechende Vorteile. Generell bewegt er sich für seine Größe recht flüssig und nutzt lange Schritte, um die Pocket klein zu halten. Es zeigen sich viele ausbaubare Ansätze, die zum Großteil aber noch Coaching benötigen. Mit 21 Jahren ist Anthony aber noch jung genug, um das Potential für entsprechende Verbesserungen zu haben. Seine Produktion als Pass Rusher steigerte sich stetig. So verzeichnete er 2024 sechs und 2025 sieben Sacks bei jeweils sieben QB Hits. Gegen den Run hält er gekonnt das Outside Contain und sorgt so dafür, dass Spielzüge über die Außen nicht selten schon im Backfield enden. Er ist weniger Positionsflexibel wie die oben vorgestellten Propects, wirkt aber auch nicht verloren, wenn er sporadisch Aufgaben im Backfield übernimmt oder sich zwischen den Tackles aufstellt. 2025 hatte er ein recht schwaches Jahr (mehr dazu weiter unten), konnte zum Saisonabschluss im All Star Game aber noch einmal richtig gute Leistungen zeigen und steuerte bei 3 Pressures inkl. einem Sack bei. Das lässt vermuten, dass er sich schnell in neue Schemes einarbeitet und entsprechend früh eingesetzt werden kann.

Negatives

Anthony ist für seine Größe nicht besonders breit gebaut und ihm fehlt oft die Kraft, um sich gegen schnelle Tackles, die er nicht mit Speed schlagen kann, zu behaupten. Beim Combine hätte er sich vielleicht einen Gefallen getan, wenn er das Bankdrücken ausgelassen hätte. So stehen jetzt gerade einmal 15 Wiederholungen auf seinem Report, die mit Sicherheit Auswirkungen auf seinen Draft Stock haben werden. Der Kraftmangel zeigt sich auch gegen den Lauf. Wenn seine Aufgaben über das Contain halten hinaus gehen, stellt er nur selten ein ernst zu nehmendes Hindernis dar. Die meisten Linemen schieben ihn auch ohne Double Team einfach zur Seite. Mangelnde Gap Disziplin und schlecht gewählte Winkel tun ihr Übriges. 2025 war in der Run Defense auch sonst nicht sein Jahr. 33% Missed Tackles sprechen hier für sich und sind trotz guter Leistung im Vorjahr mindestens ein Grund zur Sorge.

Steelers Fit, weil

er in einer gut besetzten Gruppe ein ideales Projekt zur Entwicklung ist. Mit seinem jungen Alter, den körperlichen Eigenschaften und vor allem seinen langen Armen hat er die Voraussetzungen, um mit NFL Technik- und Krafttraining einige Schritte nach vorn zu machen.

SNG Prediction

  • Note: D+
  • Draft: Runde 6-7
  • Karriere: Entwicklungsspieler
  • Rolle: Speed Rusher

Prospect 3 – Logan Fano

  • All-Big 12 Second Team 2025
  • Bruder von Spencer Fano, Top OT im Draft 2025
  • Stammt aus einer Football-Familie
  • Trägt den höchsten Rang der Amerikanischen Pfadfinder

Positives

Fano blieb für die meisten Experten bis zu seinem Pro Day unter dem Radar, konnte dort aber mit sehr guten Leistungen beim 40 Yard Dash punkten. Der schmal gebaute Speedster entstammt einer Football-Familie. Vier seiner Onkel spielten selbst Football auf NFL-Niveau und Bruder Spencer geht auch dieses Jahr als einer der Top Offensive Tackle in den Draft. Beide Brüder wurden in Utah zu Team Captains gewählt. Auf dem Feld punktet er vor allem mit solider Technik und gutem Spielverständnis. Er spielte nur 3 Jahre für die Utes, konnte sich in der Zeit aber ein ausreichend gutes Arsenal an Pass Rush Moves anarbeiten. Im Verlauf eines Spiels begegnet er dem Gegenüber mit versierten Armtechniken, Rip- und Spin Moves. Daneben zeigt er einen guten Antrieb und permanenten Einsatz bis zum Ende des Plays. Kommt er nicht am Gegenspieler vorbei, hat er genug Überblick, um den Quarterback mit gehobenen Armen beim Pass zu stören.

Negatives

Für seine 1,96m hat Fano erstaunlich kurze Arme. Das macht es ihm beim Pass Rush natürlich nicht leicht, Kontrolle über seinen Gegner zu gewinnen. Bull Rushs oder schnelle Moves über außen fallen ihm mit diesem Nachteil entsprechend schwer, da er selten Zugang zu den Pads des Gegners bekommt, ohne selbst bearbeitet zu werden. Selbst wenn, bringt er auf dem Feld nicht die funktionale Kraft, um auch schweren Linemen Paroli bieten zu können. Hinzu kommt eine stark ausbaufähige Beinarbeit. In Bewegung gerät er schnell mal aus der Balance, kann wichtige Steps nicht setzen, um den Pass Rush Moves Nachdruck zu verleihen oder kommt bei seinen geliebten Spin Moves selbst aus dem Gleichgewicht, wenn der Gegner noch Kontakt zu ihm hat. Auch gegen den Run machen es ihm seine physischen Beschränkungen nicht einfach und er wird schnell zum Spielball der gegnerischen Blocks.

Steelers Fit, weil

er beim Pro Day gezeigt hat, dass mehr in ihm steckt, als man vorab vermutet hat. Fano bringt ein gutes Skillset und für seine drei Jahre College viel Spielerfahrung mit und könnte recht früh als Notfalllösung im Team Verwendung finden.

SNG Prediction

  • Note: D-
  • Draft: Runde 7 oder UDFA
  • Karriere: Camp Prospect
  • Rolle: Variabler DE-OLB

Bisher veröffentlichte Berichte:

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