In der Free Agency mussten die Steelers den Abgang vom 2025er Team MVP Kenneth Gainwell verkraften, der sich den Tampa Bay Buccaneers angeschlossen hat.
Der Running Back Markt hatte dieses Jahr aber einige Namen zur Verfügung, mit welchen man Gainwell ersetzen konnte.
Die Steelers entschieden sich am Ende für Carolina Panthers Running Back Rico Dowdle, der seine zweite Saison in Folge mit mindestens 1.000 Rushing Yards beendete.
Sein Vertrag läuft über zwei Jahre und hat einen Wert von 12,5 Millionen Dollar. Wie sich das Geld in den beiden Jahren genau aufteilen wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.
Zur Person
Rico Dowdle wurde am 14. Juni 1998 in Gaffney, South Carolina geboren, aber er wuchs in Asheville, North Carolina auf.
Über das Privatleben von Dowdle ist nicht viel bekannt, daher existieren keine verlässlichen Informationen zu seinen Eltern, Geschwistern oder einer Partnerin.
Große Aufmerksamkeit erlangte er in der letzten Saison, als er wegen einer Geste beim Jubeln – welche auf einem Sketch von Key und Peele beruhte – mit einer Geldstrafe von 14.491 Dollar belegt wurde. Dowdle nutzte diese landesweite Aufmerksamkeit und mit Hilfe von GoFundMe – welche sich bei ihm gemeldet haben – startete er eine Spendenaktion für die Children’s Home Society of North Carolina. Diese Kampagne sammelte über 44.000 Dollar und auch Keegan Michael Key und seine Frau Elle beteiligten sich an dieser Aktion.
Dowdle, der in seiner Senior Season an der High School von Running Back auf Quarterback wechselte, wurde im Rahmen der College Klasse von 2016 als Drei Sterne Running Back Rekrut bewertet. Insgesamt lagen ihm sieben Stipendienangebote, unter anderem von NC State, Boston College, Appalachian State und Charlotte, vor. Am 8. Januar 2016 entschied Dowdle sich für die South Carolina Gamecocks.
Bisherige Karriere
College:
2016 – 2019 – South Carolina Gamecocks (University of South Carolina)
In seinem Freshman-Jahr wurde Dowdle in das SEC All-Freshman Second-Team gewählt. In neun Spielen hatte er 133 Carries für 764 Rushing Yards und sechs Rushing Touchdowns, was einen Durchschnitt von 5,7 Yards pro Lauf macht. Zusätzlich fing er 15 Pässe für 55 Yards und einen Touchdown.
Sein Sophomore sah einen Rückgang in seiner Production. Er trug den Ball 66 Mal, mit einem Durchschnitt von 3,8 Yards pro Lauf, für 251 Yards und zwei Rushing Touchdowns. Dazu hatte er 11 Receptions für 128 Yards und einen Touchdown.
Dowdle absolvierte 12 Spiele in seiner dritten Saison 2018, in der er 123 Mal für 654 Rushing Yards und vier Touchdowns lief. Sein Average, in dieser Spielzeit, in der er sein Team bei den Rushing Yards anführte, stieg auf durchschnittlich 5,3 Yards pro Lauf. Er fing 14 Pässe für 133 Yards und einen Touchdown.
In seinem Senior Jahr wurde er mit dem Tenacity Award, der seine Widerstandsfähigkeit, seinen Einsatz und seine Entschlossenheit würdigte, von seinen Mitspielern ausgezeichnet. Er lief in zehn Spielen den Football 106 mal für 498 Rushing Yards (4,7 YPC) und vier Touchdowns. Ales Receiver steuerte er 22 Receptions für 167 Yards bei.
NFL:
2020- 2024 Dallas Cowboys
Im 2020er NFL Draft wählte ihn keines der 32 Teams aus und er unterschrieb als Undrafted Free Agent bei den Dallas Cowboys.
Nachdem er sich im Camp einen Platz im 53er Roster erarbeitet hatte, kam er in seiner Rookie-Saison in 15 Spielen zum Einsatz. Seine Hauptrolle war in den Special Teams und daher sind seine sieben Carries für 24 Yards nicht verwunderlich. Er retournierte vier Kickoffs für 152 Yards.
Aufgrund einer Hüftverletzung welcher er in der Preseason erlitt, war er gezwungen, die komplette Saison 2021 auszusetzen.
Auch im darauffolgenden Jahr hatte er mit Verletzungen zu kämpfen und stand nur in fünf Spielen auf dem Feld, bevor er erneut den Rest der Saison auf der Injured Reserve List landete. Er verzeichnete in seinen fünf Einsätzen keine Ballberührungen in der Offensive.
Nach der Saison lief sein Vertrag als UDFA aus und die Cowboys nahmen ihn für ein weiteres Jahr für 1,04 Millionen Dollar unter Vertrag.
Da die Cowboys sich vor der Saison von Ezekiel Elliott trennen sollten, bekam Dowdle als Running Back #2 deutlich mehr Einsatzzeit. Er lief in 16 Spielen für 361 Rushing Yards in 89 Versuchen und erzielte zwei Touchdowns. Dazu kamen 17 Receptions für 144 Yards und zwei Touchdowns.
2024 unterschrieb er erneut einen neuen Jahresvertrag in Dallas, dieser hatte einen Wert von 1,255 Millionen Dollar.
Wie sich herausstellte, sollte er für die Cowboys eine günstige Option als Starter werden, denn Tony Pollard schloss sich den Titans an und der zurückgekehrte Ezekiel Elliott konnte ihm wortwörtlich nicht den Rang ablaufen.
In 16 Spielen lief er 15 Mal als Starter auf und lief bei 235 Carries für 1079 Yards und zwei Touchdowns. Mit 249 Receiving Yards bei 39 Receptions und drei Touchdowns kam er am Ende der Saison auf 1328 Total Scrimmage Yards.
2025 Carolina Panthers
Die Carolina Panthers verpflichteten Dowdle zur Saison 2025 als Backup für den gerade erst verlängerten Chubba Howard und statteten ihn mit einem voll garantierten Jahresvertrag über 2,75 Millionen Dollar aus. Dowdle spielte in allen 17 Spielen für die Panthers und lief für 1076 Yards und sechs Touchdowns in 236 Versuchen. Hinzu kamen 39 Receptions für 297 Yards sowie ein Touchdown, was seine Total Scrimmage Yards auf 1.373 Yards brachte.
Trotz seiner anfänglichen Rolle als designierter Backup führte er das Team zum Ende der Saison in Rushing Yards an.
Stärken und Schwächen:
Positiv:
- physischer Runner, der den ersten Kontakt überlebt (3,2 Yards after Contact)
- Hohe Explosivität, der dadurch schnell ins zweite Level kommt.
- ist eine sichere Option im Passing Game
Negativ:
- Ein klassischer North-South Runner, dem die Fähigkeit zu schnellen Jukes fehlt.
- Hat keinen Home Run Speed und wird regelmäßig im second Level von Defensive Backs abgefangen
- Erhebliche Schwächen in der Pass Protection.
Fazit:
Die Steelers bekommen mit Dowdle Entlastung und Flexibilität, denn mit Dowdle und Warren hat man zwei ähnliche, aber doch unterschiedliche Spieler.
Rico Dowdle bringt nachweisliche Produktion in die Offensive. In den letzten beiden Jahren lief er jeweils über 1000 Rushing Yards. Seine Fähigkeit, erste Tackle zu brechen, hilft ihm bei einem konstanten Raumgewinn durch die Mitte, was seine Statistik von durchschnittlich 3,2 Yards belegt. Das prädestiniert ihn für die frühen Downs durch die Mitte und die kurzen Yards bei dritten Downs.
Jaylen Warren ist ebenfalls ein sehr physischer Spieler, zeichnet sich aber durch mehr Geschwindigkeit aus und kann daher besser über die Außen agieren. Dazu ist Warren ein besserer Pass Blocker als mancher Fullback oder Tight End in der Liga.
Beide sind sichere Optionen im Passspiel und können den Anteil, den Gainwell im letzten Jahr gefangen hat, abfangen.




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